Fortschritt für DiabetikerInnen – Entwicklung einer künstlichen Bauchspeicheldrüse an der Grazer Med Uni

14.03.10Neuigkeiten aus Graz

Grazer MedizinerInnen arbeiten derzeit an einem 4-jährigen EU Projekt, welches die Entwicklung einer künstlichen Bauchspeicheldrüse, die unter Haut getragen werden soll, verfolgt. Ziel soll sein die Lebensqualität und die Lebenserwartung von DiabetikerInnen nachhaltig zu verbessern.

Für DiabetikerInnen ist es wichtig, dass der Blutzuckerspiegel ständig auf einem bestimmten Niveau gehalten wird um Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Erkrankungen des peripheren Nervensystems oder Herzinfarkte zu vermeiden. Ein/e DiabetikerIn muss bis zu fünf Mal pro Tag Blutzucker messen, die erforderliche Insulinmenge berechnen und diese dann spritzen. Dies alles senkt die Lebensqualität entscheidend.

Mit der neuen Bauchspeicheldrüse, die in Graz entwickelt wird, erwarten sich die MedizinerInnen, dass der Blutzuckerspiegel der PatientInnen konstant gehalten wird und diese sich dadurch das lästige Blutzuckermessen und Insulinspritzen ersparen. Die subkutane Bauchspeicheldrüse wird einen Computer in Miniformat enthalten, der mit Hilfe eines Glucosesensors sämtliche Daten misst, auswertet und bei Bedarf durch eine Pumpe automatisch Insulin ins Blut abgibt.

Das medizinische Gerät, welches die Größe einer Zigarettenschachtel hat, misst über einen Katheder, der im Fettgewebe des Bauches eingesetzt wird, den Blutzuckerspiegel. Es hat nur einen Zugangspunkt auf der Haut einen so genannten Port. Über diesen kann dann auch die Insulinabgabe erfolgen, die durch eine vom Sensor gesteuerte Pumpe erfolgt.

Das Projekt wird von der europäischen Kommission mit rund 10,5 Mio. Euro gefördert. Der Grazer Anteil des Projektvolumens beträgt rund zwei Mio. Euro.

DiabetikerInnen müssen bis zu fünf Mal am Tag Insulin spritzen

DiabetikerInnen müssen bis zu fünf Mal am Tag Insulin spritzen


Dies ist nicht die offizielle Seite der Stadt Graz