Geplanter Erotikshop in der Jakoministraße sorgt für Aufregung
06.03.10Neuigkeiten aus GrazMit Anfang April soll in der von Fluktuation dominierten Jakoministraße ein neues Geschäft einziehen. Was eigentlich Anlass zur Freude wäre, sorgt aufgrund der Art der Lokalität auf großen Widerstand bei den AnrainerInnen und BezirkspolitikerInnen.
Laut Aussagen der Bezirksrätin Ursula Zmölnig soll das Angebot des Geschäfts, welches den Namen „Moulin Rouge“ tragen wird, weit über das Angebot eines normalen Erotikshops hinausgehen. Auch Videkabinen sollen zur Ausstattung gehören.Als Mutter und Obfrau der Frauenbewegung in Graz-Jakomini müsse sie die Eröffnung des „Moulin Rouge“ auf jeden Fall verhindern. Täglich gehen hunderte von SchülerInnen und Kindern an dem Geschäft vorbei.
Mit der Unterstützung ihrer KollegInnen im Bezirk Jakomini kann Zmölnig auf jeden Fall rechnen. Bezirksvorsteherin Eveline Gröbelbauer (ÖVP), Stellvertreter Ewald Muhr (SPÖ) und KP-Bezirksrätin Edeltrud Ulbl-Taschner wollen sich auf jeden Fall gegen die Eröffnung des Geschäfts wehren. Auch BesitzerInnen anderer Geschäfte und Lokalitäten sprechen sich zum Teil gegen den Erotikshop mit dem erweiterten Angebot aus.
Die zukünftigen BetreiberInnen des Geschäfts, die 58 jährige Brigitte Ruprechter und ihr Sohn betonen jedoch, dass sie nicht mehr bieten werden als andere Erotikgeschäfte auch. Die beiden betreiben bereits in Gralla ein „Moulin Rouge“, welches sich der Hausverwalter der Liegenschaft auch angeschaut hat. Laut seinen Aussagen werde der Betrieb seriös geführt und halte sich an die vorgegebenen Auflagen Auch wenn Jugendliche am Geschäft vorbeigehen werden, könne man von außen ohnehin nur den Vorhang im Schaufenster sehen. Der Eintritt ist erst Personen ab 18 Jahren erlaubt.
Diese Argumente gelten für Ursula Zmölnig jedoch keineswegs. Sie hofft noch, dass man sich mit den BetreiberInnen auf eine entschärfte Variante des „Moulin Rouge“ einigen kann. Ansonsten droht sie mit Demontrationen vor Ort.
Generell will sie nun für eine “neue Gewerbeordnung mit mehr Mitspracherecht” für AnrainerInnen kämpfen.
