Graz wird immer brutaler – mehr Polizei gefordert

20.03.10Neuigkeiten aus Graz

In den letzten Wochen gab es immer wieder Schlagzeilen von Überfällen am helllichten Tag in Graz, von Raubüberfällen, Vergewaltigungen und gewalttätigen Übergriffen in Graz. < Der Kommandant der Grazer Stadtpolizei Brigadier Kurt Kemeter berichtet, dass es in Graz Jugendbanden gibt, deren Mitglieder Kampfsportausbildungen haben und aus purer Lust an Gewalt Übergriffe begehen. Es gab bereits mehrere Schwerverletzte, die Entwicklung ist seiner Meinung nach sehr bedenklich.
Als Beispiel von den letzten Wochen nennt er des Überfall auf einen 18-jährigen in der Robert-Stolz-Gasse am helllichten Tag, der von einer Gruppe niedergeschlagen und beraubt wurde. Der Haupttäter konnte ein zartes Alter von 13 Jahren vorweisen. Vor drei Tagen erst wurde eine junge Frau in der Schörgelgasse von drei Männern überfallen, gewürgt und sexuell belästigt. Zwei von zig Fällen in den letzten Wochen in Graz, raub und Körperverletzung stehen in Graz an der Tagesordnung und gehören für die Polizei leider zum Tagesgeschäft.
Kemeter erklärt weiter, dass die Mitglieder dieser Gruppierungen meist einen Migrationshintergrund aufweisen würden. Teilweise gibt es jedoch auch gemischte Gruppen, in denen österreichische Jugendliche und Jugendliche mit Migrationshintergrund agieren. Oft nehmen solche Banden ganze Plätze ein, und schüchtern vorbeigehende Personen ein und verängstigen sie. Liegt ein Opfer einmal am Boden sinkt die Hemmschwelle Gewalt auszuüben enorm und die ganze Bande tritt noch auf das wehrlose Opfer ein. Denn der Druck innerhalb der Gruppierung ist groß. Jeder will an der Tat beteiligt sein.
Die Grazer Bevölkerung fordert nun mehr Polizeipräsenz, was sich aufgrund der Sparmaßnahmen in den letzten Jahren als sehr schwierig erweist. Kemeter versichert jedoch, dass bereits an einem konkreten Konzept gearbeitet wird.

Jugendbanden


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