Grazer Forscher finden Mittel gegen Malaria

13.03.10Neuigkeiten aus Graz

Die beiden Grazer Mitarbeiter des Pharmazeutischen Instituts der Grazer Universität Robert Weis und Werner Seebacher haben eine chemische Verbindung hergestellt, der Wirkung gegen den Erreger der Malaria tropica zeigt. Das Patentansuchen ist im Gange.

Werner Seebacher erklärt, dass es sich bei der neuen Substanz um eine Stickstoff- Verbindung, ein synthetisch hergestelltes bizyklisches Amin, handelt. Dieser Wirkstoff wirkt gegen Erregerstämme, gegen die mehrere bereits zugelassene Malariamedikamente resistent sind. Genauer wird der Wirkstoff nun an der Universität Genf geprüft. Die Universität Graz sucht nun einen Kooperationspartner aus der Wirtschaft, um den erforschten Wirkstoff zu verbessern, das heißt unter anderem die Wirkung der Mittels bei oraler Einnahme zu optimieren, und seine Entwicklung als Medikament zu beschleunigen.

Die im Jahr 2008 an Malaria erkrankten Menschen werden von der WHO weltweit auf 240 Millionen geschätzt. 90 % dieser erkranken an der gefährlichen Form – nämlich der Malaria tropica. 860.000 Personen sterben jährlich daran. Übertragen wird der Virus über Stechmücken, deren Erreger sich nach dem Stich im Blutkreislauf des Menschen vermehren und Leber und rote Blutkörperchen zerstören.

Malaria wird von Stechmücken übertragen


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