Grazer Forscher untersuchen Sicherheit am Handy
08.08.10Neuigkeiten aus Graz
- mehr Sicherheit am Handy
Im Rahmen des dreijährigen Projekts SEPIA (Secure Embedded Platform with advanced Process Isolation and Anonymity Capabilities) wollen Forscher der TU Graz in Kooperation mit Unternehmen wie u.a. auch dem Halbleiterkonzern Infineon, der auch in Österreich produziert, mehr Datensicherheit für künftige Generationen von Mobiltelefonen schaffen. Der Schwerpunkt des Projekts liegt an der Optimierung anonymitätserhaltenden Verfahren. Weiters wollen die Wissenschafter neue Sicherheitsmechanismen für die Mobiltelefonprozessoren der Zukunft entwickeln.
Das Mobiltelefon hat in unserer Gesellschaft eine wichtige Rolle eingenommen. Die Menschen spielen am Handy, kaufen Konzerttickets oder verwenden es als Schlüssel bei Zutrittskontrollen. Bei jedem Vorgang werden Daten gespeichert, die es erlauben, Aktivitäten bestimmten Telefonen und damit konkreten Personen zuzuordnen”, erläutert Kurt Dietrich vom Institut für Angewandte Informationsverarbeitung (IAIK) der TU Graz, die Problematik. Heikel wird es, wenn die Privatsphäre einzelner Personen geschützt werden soll: “Wenn eine Person via Handy eine Zugangskontrolle passiert, genügt es etwa zu wissen, dass die Person die Erlaubnis hat, das Gebäude zu betreten. Nähere Informationen zur Person und ihren weiteren Aktivitäten werden nicht benötigt und sollen vertraulich bleiben”, umreißt der wissenschaftliche Koordinator des neu gestarteten EU-Projekts SEPIA das Spannungsfeld.
Das Projekt an der TU wird von der EU finanziert und ist fur die Dauer von drei Jahren geplant.