Grenzregionen im Süden sind am stärksten von der Arbeitslosigkeit betroffen
23.03.10Neuigkeiten aus GrazWährend in der Gesamtsteiermark die Arbeitslosigkeit momentan bei 9,8 % liegt, ist sie in einigen Bezirken, vor allem in Grenzbezirken im Süden unseres Bundeslandes um vieles höher. In diesen Regionen sind vor allem Industriearbeitsplätze in den letzten Jahren verloren gegangen.
Beispielsweise im Bezirk Leibnitz lag die Arbeitslosen-Quote im Jänner bei 13,1 % also gut 3,3 % über dem für die Steiermark errechneten Durchschnitt. Auch in Feldbach mit 12,9 % Arbeitslosenquote ist die Situation sehr trist.
Bei den Akademikern und Akademikerinnen lag die Arbeitslosenquote im Februar dieses Jahres bei 2,9 %, was sich sehr gut anhört. Dies sei jedoch eine sehr täuschende Zahl, so Arthur Schneeberger vom Institut für Bildungsforschung. Laut seiner neuen Studie kämen immer weniger Akademiker im öffentlichen Sektor unter und würden in prekäre Beschäftigungsverhältnisse (Werkverträge, neue Selbstständigkeit) gedrängt werden dadurch scheinen sie auch nicht als Arbeitslose auf. Laut Experten Schneeberger werde dies auch ein Problem der Zukunft, da derzeit etwa 22 % eines Altersjahrganges ein Hochschulstudium absolvieren. Jedoch nur ein Bedarf von 10 % pro Jahr gegeben sei. Weiters gibt er an, dass vor allem überqualifizierte Akademiker und Akademikerinnen mit langen Diplomstudien schwieriger eine Arbeit finden als etwa Absolventen und Absolventinnen gestufter Abschlüsse.