Kunst und Kultur – auch für die, die es sich nicht leisten können

23.02.10Neuigkeiten aus Graz

6% der steirischen Bevölkerung ist trotz Arbeit arm, dieses Phänomen nennt sich „working poor“ und ist immer mehr im Ansteigen. 13 % der steirischen Gesellschaft leben mitten unter uns in Armut und 43 % der steirischen Bevölkerung wären ohne Sozialleistungen akut armutsgefährdet.

Wer arm ist hat weniger Chancen und Möglichkeiten. Eine Alleinerziehrein, die kaum Geld für Miete, Strom und Essen hat, macht sich erst gar keine Gedanken über einen Theater- oder Ausstellungsbesuch. Wer arm ist wird sehr schnell an den Rand der Gesellschaft gedrängt und von kulturellen und gesellschaftlichen Ereignissen ausgeschlossen.

Seit dem Jahr 2006 gibt es in der Steiermark den Kulturpass. Die Aktion „Hunger auf Kunst und Kultur“ ermöglich Menschen mit geringem oder gar keinem Einkommen Zugang zu Kunst und Kultur.

Wer bekommt den Kulturpass: Menschen, die Notstandshilfe oder eine Mindestpension beziehen, AlleinerzieherInnen, die trotz Arbeit unter der Armutsgrenze leben müssen, Arbeitslose, Flüchtlinge…

Wo bekommt man den Kulturpass: In den Geschäftsstellen des AMS und in derzeit etwa 90 caritativen Einrichtungen.

Der Kulturpass ist ein Jahr gültig und gilt für einen Erwachsenen, sowie auch für dessen Kinder, die auch im Familienpass des Landes Steiermark eingetragen sind.

PartnerInnen der Aktion sind z.b.: Oper Graz, Schauspielhaus Graz, Next Liberty, Diagonale, FORUM STADTPARK, FRida & FreD, LaSTRADA, MUWA Museum der Wahrnehmung, TAO Theater am Ortweinplatz, Theater am Bahnhof, Universalmuseum Joanneum und viele mehr.


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