Nagl stellte im Gemeinderat Pläne für geplante Moschee vor
23.04.10Neuigkeiten aus Graz
Grazer Moschee in Planung
Gestern Abend stellte Bürgermeister Siegfried Nagl von der Grazer ÖVP in der Gemeinderatzsitzung selbst die Pläne für eine in Graz geplante Moschee vor.
Bei der in der am Lazarettgürtel 26 geplanten Moschee, handelt es sich laut den von Nagl vorgestellten Plänen um keinen typischen Moscheebau mit einem Minarett. Es ist ein gewöhnliches Wohngebäude mit einem Satteldach, vier Stockwerken und im Erdgeschoß wird es einen Gebetsraum geben. In den oberen Etagen werden Wohnungen untergebracht. „Die Moschee von der immer wieder gesprochen wird und die in den Köpfen einiger Grazer und Grazerinnen herumschwirrt , gibt es in der Form gar nicht”, so Nagl.
Weiters wichtig für Nagl ist es zu betonen, dass man hier in Graz in einem religiösen Dialog mit allen Religionen lebt. Die türkischen Moslems in Graz, für die diese Mosche mit angrenzendem Kulturzentrum und Studentenheim auch gebaut wird, sind Grazer und Grazerinnnen wie wir alle, so Nagl, die auch hier ihren Glauben leben wollen.
Die bosnischen Moslems übrigens planen einen Gebetsraum und ein Kulturzentrum in der Herrgottswiesgasse.
Beide Gruppen haben zugestimmt ihr Vorhaben in einem von der Stadt Graz organisiertem Bauwettbewerb auszuschreiben.
Im Mai sollen im Grazer Gemeinderat die Pläne für die türkische Moschee vorgestellt werden, Baubeginn wird dann im Herbst sein. Die bosnischen Moslems wollen ihre Pläne auch bis zum Sommer vorstellen.
Etwa 15.000 Menschen gehören in Graz dem Islam an, das sind knapp sechs Prozent aller Grazer und Grazerinnen. Die größte Gruppe unter den Muslimen sind die Bosnier, die türkischen Moslems sind die zweitgrößte Gruppe.
Am Bau der Kultureinrichtungen und Gebetshäuser wird sich die Stadt Graz finanziell nicht beteiligen. Die Kosten von 800.000 Euro werden zur Gänze von den muslimischen Glaubensgemeinschaften getragen.