Umweltzonen in Graz – klares Nein nun auch von Experten

10.12.10Neuigkeiten aus Graz

Im April dieses Jahres einigten sich die Politiker der Stadt Graz und des Landes Steiermark aufgrund der schlechten Luft darauf in Graz eine Umweltzone einzurichten. Vorgesehen war, dass Diesel-Pkws der Abgasklasse Euro III (und wengier) große Teile von Graz nicht mehr befahren dürfen. Von Anfang an gab es viel Kritik an dem geplanten Projekt, vor allem von Seiten der Wirtschaft und von den Autofahrerclubs.

Das Blatt hat sich allerdings gewendet – seit den Landtagswahlen im Herbst 2010 hat die Steiermark einen neuen Umweltlandesrat Gerhard Kurmann (FPÖ). Dieser erklärte von Anfang an, dass er gegen die Umweltzonen sei. Nun melden sich auch Experten zu Wort, unter anderem hohe Beamte wie Werner Fischer (Umweltrecht) und Gerhard Semmelrock (Umweltkontrolle), die die Einführung der Grazer Umweltzonen nun auch als hinfällig bezeichnen. Sie sind der meinung, dass es für den bevorstehenden Winter ohnehin schon zu spät sei, da die Einführung der Umweltzonen zu lange dauern würde.

Von Seiten des Landes Steiermark setzt man nun auf Fernwärmeausbau, das Austauschen/Umrüsten alter Brennanlagen, Baumaschinen sowie -fahrzeuge. Hier ist der Effekt auch wsentlich höher anzusetzen als bei Umweltzonen. Für fernwärmeprojekte wurde gestern eine Million Euro zusätzlich bereitgestellt. Denn eines ist den verantwortlichen klar, es muss gehandelt werden. Denn die Feinstaubbelastung kostet die Grazer und Grazerinnen ef Monate ihres Lebens.


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