Aus ehemaliger Industriehalle wird Kreativquartier: Das ist am Hornig-Areal geplant
Wo früher Stahl gelagert wurde, sollen künftig kreative Ideen Gestalt annehmen: ÖWG Wohnbau entwickelt die Eberhardt-Halle am ehemaligen Hornig-Areal zu einem Standort für Kreativwirtschaft und Innovation. Die Industriehalle soll erhalten bleiben – die künftige Nutzung wird gemeinsam mit Beteiligten aus unterschiedlichen Branchen erarbeitet.
Eberhardt-Halle: 3.000 Quadratmeter für das Kreativquartier Graz
Die Halle im nördlichen Teil des Areals an der Waagner-Biro-Straße stammt aus den späten 1950er-Jahren. Bis 2020 diente sie dem Stahlgroßhandel F. Eberhardt als Lager- und Umschlagplatz für Bleche, Rohre und Profile. Nun soll das rund 3.000 Quadratmeter große Gebäude in seiner charakteristischen Form bestehen bleiben. Eine statische Prüfung im Frühjahr 2026 bestätigte die grundsätzliche Machbarkeit. Für das Innere ist eine flexible, modulare Gestaltung vorgesehen.

Werkstätten, Ateliers und Start-ups: Welche Ideen im Raum stehen
Wie ein Kreativquartier an diesem Standort aussehen könnte, skizzierte Creative Industries Styria bereits 2025. Das damalige Grundkonzept umfasste Werkstätten, Labors, Projekträume und Ateliers ebenso wie gemeinsam genutzte Arbeitsplätze für Start-ups. Medien, Design und Technologie sollten mit Handwerk und urbaner Produktion zusammenfinden. Angedacht waren auch Räume für die Design- und Medienstudiengänge der FH Joanneum.
Welche dieser Ideen tatsächlich umgesetzt werden, bleibt offen. Der im April 2026 gestartete Entwicklungsprozess bezieht Kreativwirtschaft, Bildung, Wirtschaft, Industrie, Start-ups und Stadtentwicklung ein. Nutzungsszenarien werden schrittweise geprüft und weiterentwickelt.
Weitere Hornig-Flächen sollen Büros und Gewerbe beherbergen
Die Pläne reichen über die Halle hinaus: Für die früher von Hornig genutzten Flächen sind Büro- und Gewerbenutzungen angedacht. ÖWG-Vorstandsdirektor Hans Schaffer kündigte gegenüber der „Kleinen Zeitung“ dafür einen Architekturwettbewerb für 2027 an. Das betrifft die weitere Entwicklung des Areals; aktuell steht die Erhaltung und Umnutzung der Eberhardt-Halle im Fokus.
Hornig-Areal: Vom Designmonat zum dauerhaften Kreativstandort
Das Gelände hinter dem Hauptbahnhof war bereits 2024 und 2025 Festivalzentrum des Designmonat Graz. Ausstellungen, Workshops und Diskussionen brachten Menschen aus Gestaltung, Ausbildung und Wirtschaft auf dem früheren Industriegelände zusammen.
2025 widmete sich das Festivalzentrum unter dem Titel „The New Real“ dem Zusammenspiel von Realität, Virtualität und künstlicher Intelligenz. Installationen und Präsentationen machten die ehemaligen Industrieflächen zu einem Ort des Austauschs über die Zukunft des Designs. Mit dem geplanten Quartier soll die kreative Nutzung am Standort langfristig verankert werden.
Wann eröffnet das Kreativquartier Graz?
Ein Eröffnungstermin ist bisher nicht bekannt. Der weitere Entwicklungsprozess wird unter „KQ Graz“ auf einer eigenen Website begleitet. Konkrete nächste Schritte sollen veröffentlicht werden, sobald sie feststehen.
