Marc Almond live in Graz


Songs über Liebe, Verlust und menschliche Beziehungen beim Elevate Festival

Marc Almond ist bekannt für seine eindringlichen Texte, seine tief emotionale Bühnenpräsenz und zeitlose Klassiker wie „Tainted Love“ (mit Soft Cell) oder „Something’s Gotten Hold of My Heart“. Seit den frühen 1980er-Jahren bewegt er sich souverän zwischen Synth-Pop, Chanson, Kabarett und orchestraler Ballade und hat dabei einen unverwechselbaren „glamorous noir“-Stil entwickelt, der bis heute nachwirkt.

Neben den großen Hits stehen auch weniger offensichtliche Perlen seines Œuvres für emotionale Tiefe: Soft-Cell-Klassiker wie „Torch“, „Say Hello, Wave Goodbye“ oder „Memorabilia“ ebenso wie Solostücke à la „Tears Run Rings“, „Jacky“ oder „The Days of Pearly Spencer“. Almonds markanter, samtiger Bariton reicht dabei von intimer Melancholie bis zu dramatischer Ekstase – getragen von einer Ausdruckskraft, die live besonders eindrucksvoll zur Geltung kommt.

Marc Almond als Closing Act des Elevate Festivals

Diese Qualitäten bringt Marc Almond nun als Closing Act des Elevate Festivals nach Graz. Das Abschlusskonzert findet am 8. März im Orpheum Graz statt. Der Konzertabend beginnt bereits um 19:00 Uhr, Marc Almond selbst wird jedoch laut Line-up um 21:30 Uhr die Bühne betreten – ein dramaturgisch bewusst gesetzter Höhepunkt zum Abschluss des Festivals.

Der Auftritt steht auch im Zeichen eines Einschnitts in Almonds Karriere: Im Oktober des vergangenen Jahres verstarb Dave Ball, sein langjähriger musikalischer Partner und Mitbegründer von Soft Cell. Die Band, die als Pionier des Synth-Pop gilt und Generationen von Künstler:innen beeinflusste, arbeitete zu diesem Zeitpunkt noch an ihrem neuen Album „Danceteria“, das posthum fertiggestellt wurde und voraussichtlich im Frühjahr erscheint.
Bis dahin richtet sich der Fokus auf Almonds Soloauftritte. Setlists der letzten Monate zeigen eine ausgewogene Mischung aus Solo-Höhepunkten („A Lover Spurned“, „Child Star“, „Stories of Johnny“), Soft-Cell-Klassikern („Tainted Love“, „Bedsitter“) sowie sorgfältig ausgewählten Coverversionen – darunter Jacques Brels „Jacky“ oder „The Days of Pearly Spencer“ von David McWilliams. Auch Interpretationen von T. Rex oder Bob Lind fanden zuletzt ihren Platz im Programm.

Aus diesem umfangreichen Werk zu schöpfen, ist keine leichte Aufgabe – umso größer ist die Chance, beim Grazer Konzert einen facettenreichen Überblick über Marc Almonds künstlerisches Schaffen zu erleben.
Marc Almond hat für 2026 zahlreiche Konzerte angekündigt, vor allem im Vereinigten Königreich, darunter ein Auftritt in der Wembley Arena sowie Festivalshows im Sommer. Der Abend in Graz zählt damit zu den raren Gelegenheiten, ihn im deutschsprachigen Raum live zu erleben.

Tickets sind über die offiziellen Vorverkaufsstellen erhältlich.

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