Grazie Roma
Im Hotel Daniel am Hauptbahnhof ist mit dem Grazie Roma ein neues italienisches Lokal eingezogen. Gegessen wird hier nicht neapolitanisch, sondern römisch. Also keine Pizza mit hohem, weichem Rand, sondern ein dünner, knuspriger Teig, der bis zum Rand belegt ist. Für Graz ist das eine willkommene Abwechslung, weil in den letzten Jahren fast überall die neapolitanische Pizza im Mittelpunkt stand.
Das Grazie Roma findet man direkt an der Südseite des Bahnhofs, in den ehemaligen Seminarräumen des Hotel Daniel. Der Eingang ist direkt neben dem Haupteingang des Hotels zu finden. Der Raum wirkt hell, offen und hat einen eigenen Charakter. Der Mosaik-Steinboden, die großen Glasflächen, die Holzwände und die schlichten Möbel erinnern ein bisschen an 80er-Jahre-Italien, ohne dass es nach Themenlokal aussieht.
Details zum Lokal
Europaplatz 1
8020 Graz
Di – Fr: 11:30 – 0:30 Uhr
Sa: 12:00 – 0:30 Uhr

Pizza Romana statt neapolitanischem Rand
Die Pizza kommt groß, dünn und knusprig auf den Tisch. Der Rand bleibt niedrig, der Boden hat Biss, der Belag ist gleichmäßig verteilt. Die Pizza wirkt nicht überladen. Die Zutaten machen einen hochwertigen Eindruck und schmecken wunderbar frisch. Auf der Karte stehen viele Pizzen, darunter Marinara, Margherita, Prosciutto Cotto, Salame Piccante e ’Nduja, Capricciosa, Parmigiana, Tonno, Boscaiola und Vegetariana. Preislich beginnen die Pizzen bei unter 10 Euro und gehen je nach Belag bis rund 16,50 Euro. (Stand Juni 2026)
Supplì, Pasta und Maritozzi
Neben der Pizza gibt es eine kleine Auswahl Antipasti, Supplì, Pasta, Polpette und Desserts. Spannend sind vor allem die Supplì al Telefono, also frittierte Reisbällchen mit Tomatenreis und Mozzarella. Bei der Pasta bleibt das Lokal ebenfalls römisch. Cacio e Pepe, Amatriciana und Carbonara stehen auf der Karte. Schlagobers hat in der Carbonara nichts verloren, und das nimmt das Grazie Roma offenbar ernst. Dazu gibt es süße Maritozzi, also römische Krapferln mit Schlagobersfüllung. Der getestete Maritozzo war weich, üppig gefüllt und ein ordentlicher Abschluss, wenn nach der Pizza noch Platz bleibt.
Sehr freundliche Bedienung vom ersten Moment an
Auffallend positiv war die Bedienung. Schon beim Ankommen gab es ein freundliches „Buongiorno“. Danach blieb der Service aufmerksam, ruhig und professionell. Die Bestellung wurde freundlich aufgenommen, Getränke kamen rasch, zwischendurch wurde unaufdringlich nachgefragt, ob alles passt.Nicht gespielt und nicht hektisch – einfach angenehm freundlich.
Mittagstisch mit Espresso an der Bar
Interessant ist das Mittagsangebot. Mittags bezahlt man die Pizza und bekommt eine Vor- oder Nachspeise dazu. Außerdem ist ein Espresso an der Bar dabei. Auch abseits vom Essen spielt die Bar eine Rolle. Ein Espresso an der Bar kostet 1,50 Euro, ein Achterl Hauswein startet bei 2,90 Euro.
Retro-Flair im ehemaligen Seminarbereich
Das Grazie Roma befindet sich in den ehemaligen Seminarräumen des Hotel Daniel. Der Raum hat dadurch eine eigene Stimmung. Mosaik-Steinboden, große Glasflächen, Holzwände, schlichte Möbel und alte Leuchten ergeben ein leichtes 80er-Jahre-Retro-Flair. Es wirkt nicht wie ein schnell gebautes Themenlokal, sondern eher wie ein Raum, der schon länger da war und jetzt neu genutzt wird.
An der Wand steht groß „Benvenuti a tutti!“. Dazu kommen die offenen Fensterflächen Richtung Bahnhof, viel Licht und eine Bar, die gut ins Konzept passt. Wer die sehr glatten, austauschbaren Lokale der letzten Jahre satt hat, wird diesen Raum mögen.
Gastgarten beim Hotel Daniel
Draußen gibt es einen Gastgarten vor dem Hotel Daniel. Durch die grüne Fassade, die Terrasse und die Gestaltung wirkt der Bereich angenehmer, als man es direkt beim Hauptbahnhof erwarten würde. Natürlich bleibt die Umgebung urban, und die Bahnhofsnähe verschwindet nicht. Aber das Lokal macht aus der Lage etwas Eigenes.
Gerade im Sommer ist der Gastgarten ein Pluspunkt. Pizza, Spritz, Hauswein oder Espresso passen hier gut hin, auch wenn der Hauptbahnhof nur ein paar Schritte entfernt ist.
Fazit
Das Grazie Roma ist keine weitere neapolitanische Pizzeria, sondern setzt klar auf Pizza Romana. Dünner Teig, wenig Rand, knuspriger Boden und gute Zutaten haben uns sehr gut gefallen, auch die Nachspeise war wunderbar. Das Service rundet den Besuch positiv ab – wir kommen wieder und werden wohl die ein oder andere Pizza verkosten.








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