Sturm gegen Rennes: Polizei richtet große Sicherheitszone in Graz ein
Beim Europa-League-Spiel von Sturm Graz gegen Stade Rennais am Mittwoch gelten rund um die Merkur Arena besondere Sicherheitsmaßnahmen. Die Polizei richtet in Graz-Liebenau für zehn Stunden einen großflächigen Sicherheitsbereich ein. Wer von der Polizei aus der Zone weggewiesen wird und dennoch zurückkehrt, riskiert eine Geldstrafe von bis zu 1.000 Euro.
Am Mittwoch, 16. September 2026, empfängt Sturm Graz den französischen Klub Stade Rennais FC in Graz. Anpfiff des Europa-League-Spiels ist um 21:00 Uhr. Bereits sechs Stunden vor Spielbeginn tritt eine Verordnung der Landespolizeidirektion Steiermark in Kraft.
Sicherheitszone gilt von 15:00 bis 01:00 Uhr
Der Sicherheitsbereich rund um das Stadion Graz-Liebenau gilt am 16. September ab 15:00 Uhr und endet erst am 17. September um 01:00 Uhr. Damit ist nicht nur das unmittelbare Stadiongelände betroffen. Die von der Polizei festgelegte Zone erstreckt sich über weite Teile des Umfelds der Merkur Arena.
Diese Straßen liegen im Sicherheitsbereich
Die Grenze des Sicherheitsbereichs verläuft laut Polizei entlang folgender Straßen und Punkte:
Conrad-von-Hötzendorf-Straße 151 – Evangelimanngasse – Münzgrabenstraße – Harmsdorfgasse bis Nr. 12 – Weinholdstraße bis Nr. 31 – Dr.-Lister-Gasse – Lortzinggasse – Paul-Ernst-Gasse – Karl-Huber-Gasse 11 – Raiffeisenstraße 198 – Raiffeisenstraße 166 – Lisztgasse – Kollowitzgasse – Eduard-Keil-Gasse – Kasernstraße – Senefeldergasse – Dauerkleingartenanlage – Raiffeisenstraße 61 – Conrad-von-Hötzendorf-Straße 151.
Damit umfasst die Sicherheitszone ein deutlich größeres Gebiet als nur die Merkur Arena und ihre unmittelbaren Vorplätze.

Was bedeutet die Sicherheitszone?
Grundlage ist § 49a des Sicherheitspolizeigesetzes. Innerhalb des festgelegten Bereichs erhält die Polizei zusätzliche Möglichkeiten, gegen Personen vorzugehen, von denen im Zusammenhang mit der Sportgroßveranstaltung eine Gefahr ausgeht.
Personen können aus dem Sicherheitsbereich weggewiesen werden, wenn sie im Zusammenhang mit dem Fußballspiel gefährliche Angriffe gegen Leben, Gesundheit oder Eigentum begehen oder bereits begangen haben. Mit einer solchen Wegweisung ist gleichzeitig ein Betretungsverbot für den Sicherheitsbereich verbunden. Für normale Matchbesucher oder Anrainer bedeutet die Sicherheitszone damit kein generelles Betretungsverbot.
Bis zu 1.000 Euro Strafe bei Missachtung
Teuer kann es allerdings für Personen werden, gegen die ein Betretungsverbot ausgesprochen wurde und die anschließend trotzdem wieder in die Sicherheitszone zurückkehren.
Die Polizei kann eine solche Verwaltungsübertretung mit einer Geldstrafe von bis zu 1.000 Euro ahnden. Ist die Geldstrafe uneinbringlich, ist eine Ersatzfreiheitsstrafe von bis zu vier Wochen möglich.
Wer trotz Abmahnung weiterhin gegen die Vorgaben verstößt, kann außerdem von der Polizei festgenommen werden.
Europa League bringt internationales Duell nach Graz
Sturm Graz trifft am Mittwochabend in Liebenau auf Stade Rennais FC aus Rennes. Das Spiel beginnt um 21:00 Uhr. Für Besucher ist damit nicht erst unmittelbar vor dem Anpfiff mit erhöhtem Polizeiaufkommen und Sicherheitsmaßnahmen rund um das Stadion zu rechnen. Die Verordnung tritt bereits um 15:00 Uhr in Kraft und bleibt bis eine Stunde nach Mitternacht bestehen.
