Tummelplatz-Umbau: Baustart Ende Februar 2026 – so läuft die „klimafitte“ Neugestaltung bis Sommer 2027

Der Tummelplatz bekommt ein neues Gesicht: Ende Februar 2026 starten die Bauarbeiten, im Sommer 2027 soll der Platz vollständig fertig und wieder offen sein. Insgesamt geht es um rund 5.166 m² und Kosten von etwa 7,35 Mio. Euro. Einzelne Bereiche werden laut Plan schon während der Bauzeit fertig – und können dann früher genutzt werden.

Vorher-Nachher | Visualisierung links: Wolfgang Timmer, Julia Fröhlich, Martin Konrad | Foto rechts: graz.net

Baustellen-Plan 2026–2027: Etappen statt Komplettsperre

Die Stadt setzt beim Umbau auf ein Etappenmodell. Vorteil: Arbeiten lassen sich bündeln, während Teilbereiche schneller wieder nutzbar werden. Parallelphasen sind möglich – je nachdem, wie Leitungen, Unterbau und Oberflächenbau zusammenspielen.

Baustellen-Plan 2026–2027: Etappen statt Komplettsperre

Die Stadt setzt beim Umbau auf ein Etappenmodell. Vorteil: Arbeiten lassen sich bündeln, während Teilbereiche schneller wieder nutzbar werden. Parallelphasen sind möglich – je nachdem, wie Leitungen, Unterbau und Oberflächenbau zusammenspielen.

Die Bauphasen im Überblick

AbschnittGeplanter ZeitraumKurz erklärt
BischofplatzFebruar 2026 bis Mai 2026Abbruch bestehender Oberflächen, neuer Unterbau, erste Baumpflanzungen, neue Platzgestaltung
SchlossergasseApril 2026 bis Juli 2026Leitungssanierung, danach Unterbau & neue Oberfläche
BürgergasseMai 2026 bis Juli 2026Abschnittsweise Erneuerung der unterirdischen Infrastruktur
TummelplatzJuni 2026 bis November 2026Leitungsarbeiten, neuer Unterbau, neue Oberfläche, Baumpflanzungen, Umsetzung des Wasserspiels
Tummelplatz Ost – provisorischJuli 2026 bis Oktober 2026Leitungsarbeiten mit vorläufiger Oberfläche
Tummelplatz Ost – EndausbauJänner 2027 bis Juni 2027Endgültiger Unterbau, neue Oberfläche, Begrünung

Ein Detail, das vieles erklärt, steckt im Untergrund: Leitungen liegen laut Projektinfos teils 1,20 bis 2,00 m tief, die Schwammstadt-Körper für Bäume reichen etwa 1,50 m – einzelne Bauwerke (z. B. Technikräume/Sickeranlagen) gehen bis rund 4,00 m.

Zu Fuß und mit dem Rad durch die Baustelle: So soll die Wegeführung funktionieren

Wer täglich durch die Gegend muss, will vor allem eines wissen: „Komm’ ich durch – ohne Umweg-Marathon?“ Die Antwort fällt erfreulich sachlich aus.

Fußwege: Durchgehen bleibt möglich

Der Tummelplatz, der Bischofplatz und die Bürgergasse sollen während der gesamten Bauzeit zu Fuß erreichbar bleiben. Je nach Bauphase kann sich die genaue Wegeführung ändern – „durchgehen“ soll aber jederzeit möglich sein.

Radverkehr: Offene Abschnitte nutzen, in Baustellenzonen absteigen

Abschnitte ohne Bauarbeiten bleiben – soweit möglich – auch für den Radverkehr offen. In engeren Baustellenzonen sind die Wege laut Stadt zu schmal für gemeinsames Gehen und Fahren; dort wird darum gebeten, abzusteigen. Etwaige Umleitungen sollen ausgeschildert werden. Auch gut zu wissen: Radabstellplätze werden in betroffenen Bauabschnitten vorübergehend entfernt, je nach Bedarf sind provisorische Abstellmöglichkeiten vorgesehen – nach Abschluss soll es wieder ausreichend Stellplätze geben.

Was „klimafit“ am Tummelplatz konkret bedeutet

Bei „klimafit“ geht es hier nicht um ein Schlagwort, sondern um Maßnahmen, die Hitze abpuffern und Wasser sinnvoll am Platz halten.

Rund 35 neue Bäume – plus Schwammstadtprinzip

Geplant ist, sechs bestehende Bäume zu erhalten (mit verbesserten Wurzelräumen), zwei zu ersetzen und zusätzlich rund 35 neue Bäume zu pflanzen. In den Projektinfos wird das weiter aufgeschlüsselt: Vorgesehen sind 7 großkronige, 15 kleinere und 11 mittelgroße Bäume im Schwammstadtprinzip – also insgesamt „rund 35“ neue Standorte, ergänzt um Ersatzpflanzungen.

Das Schwammstadtprinzip bedeutet laut Stadt: Regenwasser wird unterirdisch gespeichert und den Bäumen zur Verfügung gestellt, statt in die Kanalisation abzufließen – das soll das Stadtklima verbessern und natürliche Kühlung fördern. Zusätzlich sind Sickeranlagen als Entlastung bei Starkregenereignissen vorgesehen.

Wasserspiel, Wasserspiele und Trinkwasserbrunnen als Abkühlung

Fix eingeplant sind ein Wasserspiel sowie Wasserspiele und Trinkwasserbrunnen als Abkühlungsmöglichkeiten.

Barrierefreiheit und neue Aufenthaltsbereiche

Der Umbau soll den derzeit stark sanierungsbedürftigen Platz in einen begrünten, barrierefreieren öffentlichen Raum verwandeln – mit neuen Sitzmöglichkeiten und insgesamt mehr Aufenthaltsqualität.

Kfz, Ladezonen, Behindertenparkplätze: Was sich in der Bauzeit und danach ändert

Während der Bauzeit sind laut Stadt keine generellen Kfz-Sperren vorgesehen; Einschränkungen betreffen jeweils die Baustellenbereiche. Zufahrten zu Innenhöfen und Tiefgaragen sollen grundsätzlich möglich bleiben.

Nach dem Umbau wird der Autoverkehr klarer geordnet: Ladezonen und Behindertenparkplätze sind künftig am Tummelplatz Ost (Seitenarm), am Bischofplatz und in der Bürgergasse vorgesehen. Kurzparkplätze direkt am Platz sollen bewusst entfallen – als Gewinn an Raum für Grün, sichere Wege und Aufenthalt.

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