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12 neue Ideen für die Grazer Innenstadt: Buch-Café, Thrift Days und Pink X-Mas

Mit dem Fördercall „Impulse für die Grazer Innenstadt“ will die Stadt neue Nutzungen ermöglichen, Leerstände aktivieren und zusätzliche Frequenz in die Innenstadt bringen. Nun stehen die zwölf Projekte fest, die nach der Bewertung durch eine Fachjury eine Förderzusage erhalten haben.

Insgesamt wurden 88 Projekte eingereicht, 35 davon der Jury vorgelegt. Zwölf Vorhaben erhielten schließlich eine Förderzusage. Gefördert werden bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten, mindestens 2.000 und maximal 8.000 Euro. Die Umsetzung ist für den Zeitraum von 1. September bis 31. Dezember 2026 vorgesehen.

Neues Buchgeschäft mit Café-Bar im Dom-Umfeld

Zu den dauerhaft angelegten Projekten zählt die Eröffnung eines Buchgeschäfts mit integrierter Café-Bar durch die Akademische Druck- und Verlagsanstalt Dr. Paul Struzl GmbH. Das Konzept soll eine derzeit leerstehende Fläche im Dom-Umfeld aktivieren. Geplant ist ein Ort zum Buchkauf und Verweilen – bewusst ohne WLAN und mit dem Gedanken der „Entschleunigung“.

„The Craft Club“ zieht in langjährigen Leerstand

Mit „The Craft Club“ soll in einer seit rund drei Jahren leerstehenden Geschäftsfläche im Wilden Mann ein dauerhaft betriebener Creative Health- und Social Club entstehen. Vorgesehen sind offene Kreativstationen, Workshops, gemeinschaftliche und reizarme Offline-Angebote, regional entwickelte DIY-Kits sowie Teamformate für Unternehmen.

Pink X-Mas: Alternativer Adventmarkt am Esperantoplatz

Die RosaLila PantherInnen planen mit „Pink X-Mas im Annenviertel“ einen neuen alternativen Weihnachtsmarkt. Der Esperantoplatz soll in der Adventzeit zu einem kleinen Markt mit Fokus auf Begegnung, Vielfalt und Kreativität werden.

Vier Leerstände für wandernde Thrift Days

Auch Leerstände werden direkt bespielt: Die „Wandernden Thrift Days“ von Dogdays of Summer sollen vier Monate lang durch vier unterschiedliche leerstehende Flächen in der Innenstadt ziehen. Je Termin sind acht bis zwölf kleine lokale Aussteller:innen mit Vintage-Mode, Schmuck und selbstgenähten Unikaten vorgesehen. Dazu kommen Live-Musik beziehungsweise DJ-Sets sowie ein kleines Gastroangebot.

Spielplatz Lendplatz und digitaler Innenstadt-Guide

Fratz Graz will mit „Cool in Lend“ den Lendplatz spielerisch beleben. Geplant sind unter anderem Straßenmalereien wie Himmel und Hölle, ein Labyrinth, Weitsprung und Zielwerfen. Besonders der Bereich rund um die Bushaltestelle soll dabei einbezogen werden.

Der „Smart City Guide Graz“ wiederum soll bestehende digitale Stelen zu einem interaktiven Leitsystem weiterentwickeln. Wer ein bestimmtes Produkt sucht, soll damit zu passenden Geschäften geführt werden. Ein Ziel ist auch, Betriebe in Seitengassen sichtbarer zu machen.

Weitere Projekte für Handel, Gastro, Kultur und Freizeit

Mit „Bikes, Clothes & Community“ plant Banana Bikes ein öffentlich zugängliches Spätsommerfest rund um Fahrradkultur, nachhaltigen Konsum und lokale Unternehmen. Vorgesehen sind unter anderem ein Alleycat durch die Innenstadt und ein Kleidertausch.

Bei „AnnenVibes“ sollen sich entlang der Annenstraße zahlreiche Unternehmen mit Aktionen, Verkostungen, Mitmachangeboten und Präsentationen beteiligen. Als Programmpunkt ist in Kooperation mit RadAktiv der erste Grazer Rennrad-Parallelsprint geplant.

Die „Mittagsstadt Graz“ will das gastronomische Mittagsangebot der Innenstadt sichtbarer machen. Herzstück ist ein „Grazer Mittagspass“. „Lotti’s Community Season“ umfasst wiederum 25 Veranstaltungen über elf Wochen in und rund um Lotti’s Café.

Komplettiert werden die zwölf geförderten Vorhaben durch eine offene Pop-up-Redaktion von GanzGraz mit vier Live-Journalismus-Abenden sowie „AUSLAGERN – KUNST FINDET STADT“ von APORON 21, bei dem eine Fassade als öffentlich zugänglicher Kunst- und Begegnungsort genutzt werden soll.

Förderung soll Leerstände und Frequenz angehen

Die Fachjury setzte sich aus Citymanagement, Wirtschaftskammer und Echt Graz zusammen. Bewertet wurden die Einreichungen nach Relevanz und Wirksamkeit, Umsetzbarkeit, Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit sowie Innovationsgrad und Kreativität. Die ausgewählten Projekte sollen noch bis Ende 2026 umgesetzt werden.

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