20.000 Gäste bei KLANGLICHT 2026: Neuausrichtung ein voller Erfolg
Rund 20.000 Gäste bei KLANGLICHT 2026: Die Bühnen Graz ziehen eine positive Bilanz der erstmals ticketpflichtigen Festivalausgabe im Schloss Eggenberg. Die Neuausrichtung hat nach Angaben der Veranstalter nicht nur das Publikum überzeugt, sondern sich auch wirtschaftlich bewährt.
KLANGLICHT 2026: 20.000 Gäste und positive Bilanz
Am 6. November, einen Tag vor dem Ende der diesjährigen Ausgabe, rechneten die Bühnen Graz damit, den 20.000. Gast zu begrüßen. Die Resonanz übertraf damit die Erwartungen. Mit dem Wechsel von einem frei zugänglichen Festival zu einem ticketpflichtigen Kunsterlebnis hatten die Verantwortlichen einen deutlichen Kurswechsel vollzogen.
Bühnen-Graz-Geschäftsführer Bernhard Rinner bewertet die Entscheidung als Erfolg. Das neue Konzept habe gezeigt, dass sich künstlerischer Anspruch und wirtschaftliche Verantwortung miteinander verbinden lassen. Konkrete Zahlen zu Einnahmen, Ausgaben oder einem möglichen Überschuss wurden in der Bilanz allerdings nicht genannt.

Fast neun von zehn österreichischen Ticketkäufen aus der Steiermark
Die Publikumsanalyse zeigt, wie stark KLANGLICHT regional verankert ist: Rund 96 Prozent der Ticketkäufe kamen aus Österreich, knapp 89 Prozent davon aus der Steiermark. Neben Graz und Graz-Umgebung waren insbesondere Wien und Kärnten vertreten. Unter den internationalen Gästen bildete Deutschland den größten Herkunftsmarkt.
Ein unmittelbarer Vergleich mit früheren Ausgaben, bei denen große Teile des Programms kostenlos in der Innenstadt zugänglich waren, ist wegen des neuen Eintrittsmodells und des veränderten Festivalformats nur eingeschränkt aussagekräftig.
Schloss Eggenberg als Bühne für 14 Licht- und Klanginstallationen
Von 23. Oktober bis 7. November 2026 bildeten das Schloss Eggenberg, der weitläufige Park und ausgewählte historische Räume den Rahmen für KLANGLICHT. Das Programm stand unter dem Leitgedanken „ZEIT – Kosmos, Geschichte, Gegenwart, Zukunft“ und umfasste 14 künstlerische Installationen.
Die Lichtprojektion „Kadenzen“ von Daniel Rossa bespielte die Schlossfassade, während die farbenfrohen „Whispering Mountains“ des Studios ENESS den Arkadenhof prägten. Im Planetensaal setzte Inge Dick mit „jahres licht weiss“ einen bewussten Kontrast zur barocken Ausstattung. Auch der Schlosspark wurde mit Licht, Text und geometrischen Formen in die Kunstreise einbezogen.

Neue Ausrichtung für die Zukunft des Festivals
Festivalkuratorin Birgit Lill-Schnabl sieht im Schloss Eggenberg einen besonders geeigneten Ort für die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Zeit. Der große Publikumszuspruch bestärke das Team darin, KLANGLICHT als eigenständiges Kunsterlebnis weiterzuentwickeln.
Die Bilanz fällt damit aus Sicht der Bühnen Graz klar positiv aus: ein geschlossener Parcours, Eintrittskarten statt freiem Zugang und rund 20.000 Gäste. Wie das Konzept in künftigen Ausgaben weitergeführt wird, bleibt abzuwarten.

