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Saftiger Marillenkuchen vom Blech mit Sauerrahm

Der perfekte Marillenkuchen – saftig, fluffig und fruchtig – und dabei nicht zu süß. Ein gelingsicheres Rezept mit vielen Tipps und Tricks vom Küchenprofi.

Warum dieser Marillenkuchen besonders saftig wird

Der klassische Marillenkuchen wird meist mit einer einfachen Sand- oder Rührmasse gebacken. Bei diesem Rezept kommt zusätzlich Sauerrahm in die Masse. Dadurch wird der Kuchen besonders saftig und bleibt trotzdem schön locker.

Damit die Masse möglichst fluffig wird, werden die Eier getrennt verarbeitet. Aus Butter, Staubzucker und Eidottern entsteht zuerst ein cremiger Abtrieb. Der mit Kristallzucker aufgeschlagene Schnee wird erst am Schluss vorsichtig untergehoben. So bleibt möglichst viel Luft in der Masse.

Auch bei den Marillen gibt es einen kleinen Trick: Die Früchte möglichst gerade halbieren und mit der Schnittfläche nach oben auflegen. Dadurch sammelt sich beim Backen mehr Saft in den Marillen, statt sofort in den Kuchen zu rinnen.

Saftiger Marillenkuchen aus Sandmasse mit Sauerrahm

Joachim Bacher
Saftiger Marillenkuchen vom Blech mit frischen Marillen
Eine abgewandelte Sandmasse mit Sauerrahm macht diesen Marillenkuchen besonders saftig und locker. Die leicht säuerlichen Marillen passen perfekt zur fluffigen Masse, die bewusst nicht zu süß gehalten ist. Ein unkomplizierter Blechkuchen für die Marillensaison, der sich auch hervorragend einfrieren lässt.
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Vorbereitung 20 Minuten
Zubereitungszeit 35 Minuten
Gesamtzeit 55 Minuten
Gericht Nachspeise, Süßes
Küche Österreich
Portionen 20 Stück

Zutaten
  

  • 1,5 kg Marillen
  • 6 Eier (mittel)
  • 250 g Butter (weich)
  • 100 g Staubzucker
  • 150 g Kristallzucker
  • 250 g Sauerrahm
  • 450 g glattes Weizenmehl (Type 480)
  • 1 Pkg Weinstein-Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1 Pkg Vanillezucker

Zubereitung
 

  • Am besten alle Zutaten etwa eine Stunde vor dem Backen aus dem Kühlschrank nehmen. Vor allem Butter, Eier und Sauerrahm lassen sich bei ähnlicher Temperatur wesentlich besser zu einer homogenen Masse verarbeiten. Die Gefahr, dass der Abtrieb ausflockt, ist wesentlich geringer!
  • Die Marillen waschen, halbieren und entkernen. Dabei möglichst darauf achten, sie schön mittig zu teilen, damit eine gerade Schnittfläche entsteht. So liegen die Marillen später gleichmäßig auf dem Kuchen und rinnen beim Backen weniger aus – dadurch bleiben sie besonders saftig.
  • Das Backrohr auf 180 °C Umluft vorheizen. Ein großes Backblech mit Backpapier auslegen oder leicht befetten.
  • Die weiche Butter mit Staubzucker und Vanillezucker zu einem hellen, cremigen Abtrieb aufschlagen. Die Eidotter nach und nach dazugeben und die Masse gut cremig rühren. Anschließend den Sauerrahm unterrühren.
    Cremiger Butter-Zucker-Abtrieb für Marillenkuchen
  • Die Eiklar mit einer Prise Salz anschlagen. Sobald sich Schaum bildet, den Kristallzucker nach und nach einrieseln lassen und zu einem festen, cremigen Schnee schlagen.
    Hinweis: Der Schnee soll kompakt sein, aber nicht überschlagen werden. Wird er zu steif, lässt er sich schlechter unterheben und ein Teil der eingeschlagenen Luft geht dabei wieder verloren.
    Cremiger Eischnee für die Sandmasse
  • Das Mehl mit dem Weinstein-Backpulver gut vermischen und durch ein feines Sieb zum Abtrieb geben.
  • Etwa ein Drittel des Schnees dazugeben und zügig zu einer homogenen Masse verrühren.
  • Den restlichen Schnee nun deutlich vorsichtiger unterheben. Dabei nur so lange arbeiten, bis eine gleichmäßige Masse entstanden ist. Je mehr Luft im Teig erhalten bleibt, desto lockerer wird der Marillenkuchen.
    Eischnee unter die Sandmasse heben
  • Die Masse gleichmäßig auf das vorbereitete Backblech streichen.
    Sandmasse auf dem Backblech verteilen
  • Die halbierten Marillen mit der Schnittseite nach oben darauf verteilen und möglichst gerade in die Masse setzen.
    Marillen mit der Schnittseite nach oben auf dem Kuchen verteilen
  • Den Kuchen etwa 35 Minuten backen. Die Masse soll leicht gebräunt und vollständig durchgebacken sein, die Marillen schön weich.
  • Zur Kontrolle eine Nadelprobe in der Mitte des Kuchens machen. Bleibt am Holzstäbchen keine rohe Masse mehr kleben, ist der Kuchen fertig.
  • Etwas überkühlen lassen, nach Lust und Laune mit Staubzucker bestreuen und bestenfalls lauwarm genießen.

Tipps vom Küchenchef

  • Der Kuchen funktioniert natürlich auch hervorragend mit Zwetschken.
  • Je nach Geschmack können die Früchte vor dem Backen zusätzlich mit gehobelten oder gestiftelten Mandeln bestreut werden.
  • Wer es etwas üppiger möchte, kann zusätzlich Streusel beziehungsweise einen Crumble auf den Marillen verteilen.
  • Zum noch leicht warmen Marillenkuchen passen Schlagobers, mit etwas Zimt oder Vanille verfeinertes Schlagobers oder eine Kugel Vanilleeis besonders gut.
  • Einfrieren: Den Kuchen am besten bereits in Stücke schneiden, solange er noch leicht lauwarm ist. Anschließend gut zugedeckt einfrieren. So lassen sich später einzelne Stücke problemlos entnehmen.

Nährwerte

Serving: 1StkKalorien: 300kcalKohlenhydrate: 39,2gEiweiß: 5,8gFett: 14gSaturated Fat: 8,1gFiber: 2,1gSugar: 20,3g
Schlagworte zu diesem Rezept: Kuchen, Marillen, Vegetarisch
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Was ist eine Sandmasse?

Eine Sandmasse gehört zu den klassischen gerührten Kuchenmassen. Butter und Zucker werden dabei zuerst gut abgetrieben und anschließend mit den weiteren Zutaten verarbeitet. Bei diesem Marillenkuchen wird die Masse etwas abgewandelt: Sauerrahm sorgt für zusätzliche Saftigkeit, während der separat aufgeschlagene Schnee den Kuchen besonders locker macht.

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