Schweinsbraten

Ein Klassiker der Österreichischen Küche und ein beliebter Sonntagsbraten: Der Schweinsbraten. Mit herrlichen Semmelknödeln, flaumigen Erdäpfelknödeln, Sauerkraut, Braterdäpfeln oder mit Reis ein Genuss. Aber auch kalt als auf’s Brot als Bratl mit Bratlfett. Immer ein Genuss und gar nicht schwer, selbst herzustellen. Etwas Geduld ist allerdings nötig!

Letzte Aktualisierung am 12.06.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Traditioneller Schweinsbraten - Rezept vom Profikoch

Joachim Bacher
Der Schweinsbraten ist ein traditioneller Sonntagsbraten und aus der österreichischen Küche nicht wegzudenken. Mit unserem Rezept gelingt er sicher.
74 Bewertungen
Vorbereitung 15 Minuten
Zubereitungszeit 2 Stunden 30 Minuten
Gericht Hauptspeise, Schweinefleisch
Küche Österreich
Portionen 10 Personen

Zutaten
  

  • 2 kg Schweinsschopf oder Schweinsschulter
  • 5 EL Schweineschmalz (alternativ Pflanzenöl)
  • 5-10 Zehen Knoblauch
  • 2 EL Kümmel (ganz)
  • 1 TL Koriandersamen
  • 1 EL Pfefferkörner (schwarz)
  • 3 EL Salz
  • 1/2 Gemüsebrühe ungesalzen (alternativ Wasser)

Zubereitung
 

Das Fleisch vorbereiten

  • Das Fleisch kurz unter fließendem Wasser abspülen.
  • Mit Küchenrolle trocken tupfen und in einen passenden Bräter setzten.
  • Kümmel, Pfefferkörner, Koriandersamen in einem Mörser oder mit einer Gewürzmühle mahlen. Salz und Knoblauch hinzufügen. Die Gewürze zu einer Paste verarbeiten. Das Ganze muss nicht fein sein und darf ruhig noch Stücke der einzelnen Gewürze enthalten.
  • Das Fleisch mit dem Gewürzbrei einreiben.
  • Den Bräter mit dem Schmalz (oder Öl) ausschmieren.
  • Den Braten in den Bräter setzten und das restliche Fett über den Braten verteilen. Am besten wird nun das Fleisch mit einer Frischhaltefolie zugedeckt und über Nacht kaltgestellt. (Wer es eilig hat, kann jetzt mit dem Braten des Fleisch beginnen. Der Braten wird aber innen weniger würzig schmecken)

Das Fleisch braten

  • Am nächsten Tag sollte das Fleisch eine Stunde vor dem Braten aus dem Kühlschrank geholt werden.
  • Das Rohr auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Umluft empfehle ich nicht, das würde das Fleisch zu sehr austrocknen.
  • Den Braten ins Rohr schieben und etwa eine halbe Stunde anbraten lassen.
  • Nun wird die Temperatur auf 160°C reduziert und mit der Suppe (bzw. dem Wasser) untergossen. Dazu wird die Flüssigkeit nur neben dem Braten geschüttet und nicht darüber.
  • Alle 15 Minuten sollte nun der Braten mit dem Saft übergossen werden. Das macht das Fleisch besonders saftig und den Saft würziger.
  • Jetzt braucht es noch etwa 2 Stunden Geduld bis der Braten durch und mürbe ist.
  • Vor dem Aufschneiden und Anrichten sollte der Braten einige Minuten außerhalb des Rohrs rasten.

Nährwerte

Serving: 100gKalorien: 236kcalKohlenhydrate: 0,5gEiweiß: 18gFett: 18g
Schlagworte zu diesem Rezept: Braten, Schwein, Schweinebraten, Schweinsbraten, Sonntagsbraten
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Tipps und Tricks

  • Beilagen: Als Beilagen eignen sich alle Arten von Knödeln wie klassische Semmelknödeln, Erdäpfelknödel oder Grießknödel. Auch Reis isst man gerne zum Schweinsbraten. Ein Sauerkraut passt gerade in der kalten Jahreszeit ebenfalls perfekt zum deftigen Schweinsbraten.
  • Gewürze: Oft liest man von Gewürzen wie Kreuzkümmel oder Paprikapulver, Senf oder Kräutern wie Majoran oder Thymian. Der klassische Schweinsbraten kommt mit Knoblauch, Kümmel, Salz und Pfeffer aus – ich geben in meinem Rezept noch ein wenig Koriander dazu. Grundsätzlich gilt aber: Erlaubt ist, was schmeckt. Im Winter gebe ich gerne Orangenzesten und Wacholder in die Marinade, im Sommer können es gerne auch mal mediterrane Kräuter sein.

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16 Kommentare

  1. Warum wird das Fleisch nicht in einer Pfanne angebraten und erst dann ins Rohr.?

    1. Dieser Schritt ist nicht nötig, das Fleisch bekommt durch die Hitze im Rohr genügend Farbe. Die erste halbe Stunde im Rohr ist zum Anbraten gedacht. Beim direkten Anbraten in der Pfanne würden außerdem die Gewürze verbrennen.

  2. Warum wird der Braten nicht zugedeckt ? Das Backrohr bliebe sauber

    1. Wenn der Braten zugedeckt wird, bekommt er im Backrohr wenig(er) Farbe.

  3. 5 Sterne
    Danke für dieses Rezept.
    Die Anleitung führt zu einem perfekten Ergebnis.
    Ich mache diesen Braten schon das dritte mal und werde ihn wohl auch immer wieder machen.

      1. Lieber Joachim ich als Deutsche Partnerin werde morgen mal deinen steirisches Rezept ausprobieren und habe dazu das Fleisch bereits mariniert. Ich habe eine neue Fettpfanne, bzw ein Blech bei dem das Fleisch oben aufliegt und die Soße liegt direkt unter dem Loch Gitter und kann immer mittels einem Hahnen wieder abgelassen werden um sie vielleicht eben später dann gleich als Soße zu weiter zu verarbeiten. Hierzu würde ich einfach etwas stärker anrühren und dann mit dieser Soße aufkochen lassen? Vielleicht wenn man die Soße dunkel haben möchte noch ein kleines Stückchen Zartbitterschokolade oder vielleicht einen Lebkuchen mit einrühren und etwas Orangensaft?

        1. Hallo Simone,

          für den klassischen Schweinsbraten einfach mit dem Saft übergießen. Ja nach Gusto kann man gerne mit verschiedenen Zutaten wie Schokolade, Lebkuchen oder Saft experimentieren. Ich würde jedoch dann den Knoblauch weglassen und evtl. auch am Kümmel sparen.

  4. 5 Sterne
    Würzung sehr gut, das Fleisch (Schopf) hatte auch eine schöne Farbe. Jedoch hätte ich es mir nach 2,5 Stunden zarter erhofft. Ich schätze, es könnte an der Fleischqualität gelegen sein. Eventuell nehme ich einmal ein Karree. Ich nehme an im Rezept ist ein Brühwürfel mit 500ml Wasser gemeint!?

  5. 5 Sterne
    Super Rezept, der Braten war richtig lecker!
    Ich hab ihn noch zusätzlich ein wenig mit Bier übergossen 🙂

    1. Danke für das Feedback und die Anregung mit dem Bier, schmeckt sicher auch wunderbar!

    1. Nein, wir decken den Schweinsbraten nie zu. Regelmäßig übergießen, damit der Braten saftig wird und das Safterl g’schmackig wird. Viel Spaß beim Nachkochen!