Lange Nacht der Museen 2026 in Graz: Diese Highlights sollte man kennen
Historische Straßenbahnen fahren wieder durch die Stadt, in der Schell Collection dürfen Schlösser geknackt werden und im Landeszeughaus können Kinder historische Ausrüstung selbst ausprobieren: Die 26. „ORF-Lange Nacht der Museen“ bringt am 3. Oktober 2026 wieder ein besonders dichtes Kulturprogramm nach Graz. Zwischen 18:00 und 24:00 Uhr öffnen zahlreiche Museen und Sammlungen ihre Türen. graz.net hat einige der spannendsten Programmpunkte in Graz herausgesucht.
ORF Lange Nacht der Museen 2026 – 3. Oktober – Programm, Tickets, Infos
Lange Nacht der Museen 2026: Graz wird für sechs Stunden zum großen Museum
Insgesamt beteiligen sich heuer 80 Museen und Sammlungen in der Steiermark und in Slowenien an der Langen Nacht. Neben Ausstellungen stehen Sonderführungen, Mitmachprogramme und Angebote speziell für Familien auf dem Programm. 38 teilnehmende Häuser bieten ein eigenes Kinderprogramm.
Für Grazer Besucher ist der „Treffpunkt Museum“ am Lendplatz die zentrale Anlaufstelle. Dort sind am 3. Oktober ab 10:00 Uhr Tickets und Programm-Booklets erhältlich. Am Abend starten hier auch Fuß- und Busrouten zu den teilnehmenden Museen.
Die Shuttlebusse verkehren je nach Linie in Intervallen von etwa zehn bis 25 Minuten. Die genauen Routen sind im offiziellen Programmheft sowie auf der Website der Langen Nacht zu finden.

Historische Straßenbahnen beim Tramway Museum Graz
Einen besonders starken Graz-Bezug bietet das Tramway Museum Graz in Mariatrost. Dort wird die Geschichte des öffentlichen Verkehrs nicht nur in der Museumsremise gezeigt – ein Teil des Museums ist in dieser Nacht tatsächlich unterwegs.
Beim „fahrenden Museum“ können Besucher historische Straßenbahngeschichte auf den Grazer Schienen erleben. In der Remise wartet zudem eine umfangreiche Fahrzeugschau.
Passend dazu beschäftigt sich eine Fotoausstellung mit der 125-jährigen Geschichte der Grazer Tramway. Für alle, die sich für alte Straßenbahnen, Grazer Stadtgeschichte oder Öffis interessieren, dürfte Mariatrost damit zu den spannendsten Stationen des Abends gehören.
Schlösserknacken in der Schell Collection
Normalerweise steht in Museen häufig „Bitte nicht berühren“. In der Schell Collection ist bei einem Programmpunkt der Langen Nacht ausdrücklich Geschick gefragt.
Das Grazer Museum beherbergt auf drei Stockwerken rund 12.000 Exponate – darunter kunstvolle Schlüssel, Schlösser und Kästchen aus unterschiedlichen Ländern und Epochen.
Für die Lange Nacht werden besonders knifflige Schlösser hervorgeholt. Beim Schlösserknacken können Besucher selbst versuchen, die Mechanismen zu überlisten.
Für Kinder gibt es zusätzlich Bilderrätsel und eine Schatzsuche. Damit gehört die Schell Collection zu jenen Stationen, bei denen nicht nur geschaut, sondern auch ausprobiert werden kann.
Landeszeughaus: Rüstungen und Ausrüstung selbst erleben
Auch das Landeszeughaus setzt bei seinem Kinderprogramm auf Mitmachen.
Gemeinsam mit dem Team der Kulturvermittlung dürfen Kinder ausgewählte Repliken historischer Ausrüstungsgegenstände ausprobieren und anziehen. Damit wird die umfangreiche Sammlung des Hauses für junge Besucher deutlich greifbarer.
Der Programmpunkt verbindet die reguläre Ausstellung mit einem niederschwelligen Einblick in die historische Nutzung der ausgestellten Gegenstände.
Günter Brus und mehr als 6.000 Werke in der Neuen Galerie
Kunstinteressierte können die Lange Nacht für einen Besuch der Neuen Galerie Graz im Joanneumsviertel nutzen. Die Sammlung umfasst mehr als 6.000 Werke österreichischer und internationaler Künstler vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt heuer auf dem Bruseum. Nach 15 Jahren gibt es wieder einen umfassenderen Einblick in dessen Sammlung. Gleichzeitig wird Günter Brus eine retrospektive Schau gewidmet.
Damit wartet mitten in der Grazer Innenstadt einer der umfangreichsten Kunstschwerpunkte der diesjährigen Langen Nacht.
Frauen in der Forschung an der Universität Graz
Einen Blick auf Wissenschaftsgeschichte bietet die Ausstellung „Universitätsmuseen: Frauen in der Forschung“.
Im Mittelpunkt stehen Frauen, die mit ihrer Forschung Pionierarbeit geleistet haben. Die Ausstellung stellt Verbindungen zur Geschichte von Frauen an der Universität Graz her und spannt den Bogen von frühen Wissenschafterinnen in Graz bis zu Forscherinnen, die die internationale Wissenschafts- und Raumfahrtgeschichte geprägt haben.
Mit VR-Brille die Klimaerwärmung erleben
Auch die Universitätsbibliothek der Universität Graz beteiligt sich mit einem interaktiven Programm. Mit einem digitalen Globus und einer VR-Brille können Kinder Informationen zur Klimaerwärmung dreidimensional erleben. Dazu gibt es ein Quiz.
Beim Insta-Stand entstehen außerdem Fotos und Interviews, die anschließend zu einer gemeinsamen Geschichte verbunden werden.
Zwei Sonderausstellungen im Diözesanmuseum Graz
Gleich zwei thematisch ungewöhnliche Ausstellungen sind im Diözesanmuseum Graz zu sehen.
„Heilige Alltagshelfer“ beschäftigt sich mit Heiligen, ihren Aufgaben und den teilweise ungewöhnlichen Attributen, anhand derer sie in Darstellungen erkannt werden können – vom Zimmermannsbeil über den Giftbecher bis zum Totenkopf.
Die Ausstellung „Ein Herz und eine Seele“ geht wiederum Sprichwörtern und Redewendungen nach, deren Ursprung in der Bibel liegt.
Kinderpass: Nach drei Programmen wartet ein Geschenk
Für Familien gibt es bei der Langen Nacht wieder den Kinderpass. Die Teilnahme an gekennzeichneten Kinderprogrammen wird auf einer Kids-Postkarte vermerkt.
Wer mindestens drei Museen besucht und dort am jeweiligen Kinderprogramm teilnimmt, erhält beim „Treffpunkt Museum“ ein kleines Geschenk.

