Elisabethinen Graz eröffnen Neubau: Jetzt sind alle Fachbereiche an einem Standort vereint

Die Elisabethinen Graz haben am 2. Oktober 2026 ihren Neu- und Zubau in der Elisabethinergasse offiziell eröffnet. Nach mehreren Jahren Bauzeit sind damit erstmals sämtliche medizinischen Fachbereiche des Krankenhauses an einem Standort gebündelt. Die Kapazität steigt auf 222 Betten, gleichzeitig wurden rund 10.700 Quadratmeter zusätzliche Fläche geschaffen.

Mit der Eröffnung schließt das Krankenhaus eines der größten Bau- und Entwicklungsprojekte seiner jüngeren Geschichte ab. Alt- und Neubau verfügen gemeinsam über rund 36.000 Quadratmeter Gesamtfläche. Die Zahl der Betten steigt von bisher 187 auf 222.

Elisabethinen Graz bündeln fünf medizinische Bereiche

Künftig befinden sich Innere Medizin, Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Radiologie sowie die interdisziplinäre multimodale Schmerzmedizin gemeinsam am Standort in der Elisabethinergasse.

Ergänzt wird das stationäre Angebot durch ambulante und tagesklinische Einrichtungen, eine Notaufnahme, ein interprofessionelles Therapiezentrum sowie modernisierte Diagnose- und Behandlungsbereiche.

Durch die räumliche Zusammenführung sollen vor allem die Wege zwischen Medizin, Pflege, Therapie und Diagnostik kürzer werden. Gleichzeitig können sich die unterschiedlichen Fachbereiche unmittelbar abstimmen.

Geschäftsführer Christian Lagger sieht darin einen wesentlichen Vorteil des Neubaus. Durch die Bündelung der Bereiche könnten medizinische, pflegerische und therapeutische Kompetenzen künftig noch enger zusammenarbeiten.

75 Betten für Alterspsychiatrie

Einen besonderen Schwerpunkt bildet die psychiatrische Versorgung älterer Menschen. Für die Alterspsychiatrie stehen insgesamt 75 Betten zur Verfügung. Hintergrund ist unter anderem die steigende Zahl älterer Patient:innen mit mehreren gleichzeitig bestehenden Erkrankungen. Gerade bei diesen greifen körperliche, neurologische, psychische und soziale Faktoren häufig ineinander.

Die räumliche Nähe der unterschiedlichen medizinischen Bereiche soll deshalb eine besser abgestimmte Behandlung ermöglichen.

Mehrstöckiges Krankenhaus in Holzbauweise

Eine Besonderheit des neuen Gebäudes ist seine Konstruktion. Nach Angaben der Elisabethinen handelt es sich um das erste mehrstöckige Krankenhaus in Holzbauweise in Österreich. Holz ist dabei nicht nur Teil der Tragkonstruktion. Das Material bleibt auch im Inneren an Wänden, Decken und Böden sichtbar. Damit soll eine weniger technische und stärker wohnliche Atmosphäre entstehen.

Besonders in den psychiatrischen Bereichen wurde auf die Raumgestaltung geachtet. Die Räume verfügen über eine Höhe von 3,40 Metern, dazu kommen große Aufenthalts- und Bewegungsbereiche.

Ein breiter Wandelgang verbindet Patient:innenzimmer, Gemeinschaftsräume und Therapiebereiche miteinander.

Architektur zwischen Offenheit und Sicherheit

Eine besondere Herausforderung war die Kombination von Offenheit und hohen Sicherheitsanforderungen.

Die dreilagige Fassade verfügt über integrierten Sonnenschutz und perforierte Elemente. Dadurch bleiben Tageslicht und Ausblicke möglich, gleichzeitig werden die Anforderungen psychiatrischer Stationen berücksichtigt.

Auch die Fenster in den Patient:innenzimmern wurden speziell konzipiert. Sie ermöglichen Sichtbeziehungen nach draußen, lassen sich jedoch nicht vollständig öffnen.

Neubau entstand bei laufendem Krankenhausbetrieb

Die Arbeiten wurden über mehrere Jahre durchgeführt, während der Krankenhausbetrieb weiterlief.

Dafür mussten einzelne Bauabschnitte, technische Arbeiten, interne Übersiedelungen und Raumwechsel laufend aufeinander abgestimmt werden. Mitarbeiter:innen aus Medizin, Pflege, Therapie, Verwaltung und Technik waren dabei in die Umsetzung eingebunden.

Trotz der Bauarbeiten sollte die Versorgung der Patient:innen während der gesamten Bauphase aufrechterhalten bleiben.

Krankenhaus in der Elisabethinergasse wächst auf 36.000 Quadratmeter

Mit der Fertigstellung verfügt der Standort nun über rund 36.000 Quadratmeter Fläche. Davon entfallen rund 10.700 Quadratmeter auf neu geschaffene Bereiche.

Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl bezeichnete die Modernisierung bei der Eröffnung als wichtigen Schritt für die steirische Gesundheitsversorgung. Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom verwies auf die lange Tradition der Elisabethinen und die Verbindung von moderner Medizin mit den bestehenden Werten des Hauses.

Mit 222 Betten, neuen ambulanten und tagesklinischen Angeboten sowie der Zusammenführung sämtlicher Fachbereiche ist das Krankenhaus in der Elisabethinergasse nun deutlich größer und stärker vernetzt als bisher.

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