Rettenbachklamm

Als einzige Klamm im Grazer Stadtgebiet ein beliebtes Naturjuwel für eine kleine Wanderung in der Natur. Die Rettenbachklamm in Mariatrost lädt zum Spaziergang in der Natur ein.

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Wie erreiche ich die Rettenbachklamm?

  • Mit dem Fahrrad ist die Rettenbachklamm perfekt zu erreichen. Am Radweg von der Innenstadt fährt man über die Karl-Franzens-Universität, vorbei am Botanischen Garten in der Schubertstraße über den Hilmteich weiter am Radweg R23 nach Mariatrost. Bei der Straßenbahnhaltestelle Waldhof/Rettenbachklamm biegt man nach links weg und hält sich an die Beschilderung. Über die Mariatroster Straße geht es in den Steingrabenweg. Direkt beim Klammeinstieg kann man seinen Drahtesel abstellen.
  • Mit der Straßenbahn ist die Anreise ebenso einfach möglich. Die Linie 1 bringt die Wanderer unkompliziert und schnell zur oben erwähnten Haltestelle Waldhof/Rettenbachklamm. Von hier aus sind es zu Fuß etwa 15 Minuten zum Klammeinstieg.
  • Die Zufahrt mit dem Auto zur Klamm ist sein einigen Jahren nicht mehr gestattet. Wer wirklich mit dem eigenen KFZ anreisen möchte, muss sich entlang der Mariatroster Straße oder entlang der Straßenbahn Linie 1 einen Parkplatz suchen und dann wie oben beschrieben zum Klammeinstieg wandern.

Die Rettenbachklamm

Sanft steigt der Weg durch die Klamm. In einer einfachen, halbstündigen Wanderung durchquert man problemlos dieses Naturjuwel. Je nach Wetterlage ist der Boden rutschig, ein Weg ist teilweise nicht vorhanden. Kleine Brücken und Stufen helfen beim Überqueren von etwas schwierigeren Stellen. Gutes Schuhwerk ist jedenfalls empfohlen. Es handelt sich um einen mittel-schweren Wanderweg, Trittsicherheit sollte vorhanden sein. Aber selbst kleine Kinder hatten ihren Spaß beim Wandern durch die Klamm.

Für Kinderwägen, Rollstühle oder Ähnliches ist der Weg durch die Klamm keinesfalls geeignet.
(Tipp: Barrierefreier Wanderweg am Schöckl)

Der Weg führt entlang des Rettenbaches bis zum Weiler Wenisbuch. Besondere Farne und Moose wachsen auf Grunde der kühlen Sommer und milden Wintertemperaturen in der Klamm. Die Rettenbachklamm ist ein geschützter Landschaftsteil gemäß Steiermärkischem Naturschutzgesetz.

Im Jahr 2010 musste wegen Hochwassers und Baufälligkeit einiger Brücken und Stege die Klamm gesperrt werden. Der Weg und einige Brücken wurden renoviert und seit Herbst 2021 ist der Weg wieder geöffnet.

Oben angekommen gibt es verschieden Möglichkeiten, weiter zu wandern. Man kann direkt durch die Klamm wieder zum Ausgangspunkt absteigen, den Weg zur Platte und zur Stephanienwarte wählen und von hier aus auch weiter nach Andritz zum Pfeifferhofweg (Buslinie 52) gehen.

Naturbelassene Klamm

Verspielt plätschern kleine Wasserfälle entlang des idyllischen Weges der naturbelassenen Rettenbachklamm. Je nach Wasserstand ist der Rettenbach ein gemütliches Bächlein, welches bei Starkregen oder Hochwasser aber auch zum reißenden Fluss werden kann.

Bei Hochwasser und starkem Regen ist die Klamm gesperrt. Ein durchqueren wäre sehr gefährlich!

Geologie in der Rettenbachklamm

An den kleinen Wasserfällen können auf Grund der höheren Härte gegenüber des Schiefers Diabase (Grünstein) an die Oberfläche treten. Diese vulkanische Gesteine fallen durch ihre grünfärbung mit braunen Komponenten auf und können bis zu 300 Millionen Jahre alt sein. Früher wurden diese wegen des Eisengehalts in der Rettenbachklamm abgebaut.

Flora in der Rettenbachklamm

Im unteren Teil der Klamm dominiert ein Mischwald mit Rot- und Hainbuchen, Bergahorn, Eiche, Linde, Esche und Schwarzerle. Im oberen Teil sind vermehrt Nadelgehölze zu finden. Verschiedene Moose und Farne sind auf Grund der der milden Witterungsverhältnisse auch in der Klamm zu finden.

Tierwelt in der Rettenbachklamm

Mindestens sechs verschiedenen Fledermaus Arten leben in der Klamm. Auch das Mauswiesel und Feuersalamander sind in der Klamm heimisch. Auch Flusskrebse sind im sauberen Wasser des Rettenbachs zu finden. Verschiedene Insekten und vor allem viele Vögel, deren Zwitschern man beim Wandern gut und laut hören kann sind ebenso in diesem Naturjuwel heimisch.

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