Babyrella sucht neuen Eigentümer: Grazer Familienunternehmen soll übergeben werden
Nach der Schließung des stationären Geschäfts im Vorjahr steht bei Babyrella die nächste Veränderung an. Gründerin Nicole Moser möchte das Unternehmen abgeben und sucht eine Nachfolge. Der Onlineshop soll dabei möglichst erhalten bleiben.
Babyrella in Graz: Gründerin Nicole Moser möchte Unternehmen übergeben
Bei Babyrella steht eine weitere große Veränderung bevor. Das 2018 gegründete Grazer Unternehmen, das sich auf Baby- und Kinderartikel sowie hochwertige Familienprodukte spezialisiert hat, sucht eine neue Eigentümerin oder einen neuen Eigentümer. Gründerin Nicole Moser hat ihre Entscheidung am 15. Oktober 2026 öffentlich gemacht.
In einer persönlichen Videobotschaft erklärt die Unternehmerin, dass sie die Verantwortung für Babyrella künftig in andere Hände legen möchte. Über die vergangenen Jahre sei mit viel Einsatz ein Unternehmen entstanden, das nun von einer neuen Person weitergeführt und weiterentwickelt werden könnte.
Die Entscheidung bedeutet allerdings nicht, dass Babyrella unmittelbar geschlossen wird. Vielmehr sucht Moser nach einer geregelten Übergabe und einer Perspektive für die bestehende Marke.
Geschäft in Graz bereits seit Juli 2025 geschlossen
Für viele Grazer Familien ist Babyrella noch als stationäres Geschäft bekannt. Im Juli 2025 wurden die Türen des damaligen Verkaufslokals nach rund sieben Jahren geschlossen. Schon damals betonte das Unternehmen, dass damit nicht das Ende von Babyrella verbunden sei. Stattdessen konzentrierte sich das Team auf den Onlineshop, digitale Angebote und persönliche Beratung nach Terminvereinbarung.
Auch die Abholung von Onlinebestellungen blieb möglich. Dafür steht weiterhin das Lager in der Waagner-Biro-Straße 20 zur Verfügung. Persönliche Beratungstermine werden insbesondere für Kindermöbel, Barfußschuhe und Produkte wie den Stokke Tripp Trapp angeboten.
Nun folgt der nächste Schritt: Nicht nur das Geschäftskonzept, sondern auch die Eigentümerschaft soll sich verändern.
Babyrella steht mit rund einer Million Euro Jahresumsatz zum Verkauf
Die Nachfolgesuche ist bereits in der offiziellen Nachfolgebörse der Wirtschaftskammer Steiermark ausgeschrieben.
Dort wird Babyrella als etablierter Onlinehandel für Baby-, Kinder- und Familienprodukte beschrieben. Zum Verkaufsangebot gehören unter anderem die Marke, der bestehende Onlineshop und die dazugehörige Domain.
Interessant sind auch die wirtschaftlichen Angaben: Im Inserat wird ein Jahresumsatz von rund einer Million Euro genannt. Laut den dort veröffentlichten Informationen sind derzeit zwei Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt.
Diese Zahlen stammen aus den Angaben der Anbieterin und wurden laut Wirtschaftskammer nicht unabhängig betriebswirtschaftlich geprüft.
Zum Standort in Graz-Eggenberg gehören gemietete Räumlichkeiten mit insgesamt rund 300 Quadratmetern, darunter Lager, Büro und Showroom. Eine Übernahme dieser Flächen ist grundsätzlich denkbar, aber nicht verpflichtend. Aufgrund des Online-Schwerpunkts könnte Babyrella auch von einem anderen Standort aus weitergeführt werden.
Die Höhe des Kaufpreises beziehungsweise der Ablöse wird nicht bekanntgegeben und ist Verhandlungssache.
Nachfolge möglichst noch 2026 geplant
Moser zeigt sich hinsichtlich der künftigen Unternehmensstruktur offen. Denkbar wäre eine Fortführung mit dem bisherigen Team, aber auch eine eigenständige Übernahme durch neue Eigentümer.
Laut dem Inserat in der Nachfolgebörse wäre ein Übergang noch bis Ende 2026 möglich. Bei Bedarf könnte dieser schrittweise erfolgen, einschließlich einer Einführung in das bestehende Unternehmen.
Neben dem Onlineshop und der Marke werden auch die aufgebauten Kundenbeziehungen, Lieferantenkontakte und vorhandenen technischen Strukturen als Bestandteile beziehungsweise mögliche Vorteile einer Übernahme angeführt. Das Angebot richtet sich sowohl an erfahrene Unternehmer als auch an Personen, die in den Onlinehandel mit Familienprodukten einsteigen möchten.
Wie geht es mit Babyrella in Graz weiter?
Ob Babyrella künftig ausschließlich online vertreten bleibt oder irgendwann wieder ein stationäres Geschäft eröffnet, ist derzeit offen. Auch ein konkreter Nachfolger steht noch nicht fest.
Mit dem öffentlichen Aufruf möchte Nicole Moser nun möglichst viele Interessierte erreichen, die das bisher aufgebaute Unternehmen weiterführen könnten.
Babyrella steht damit vor einer neuen Etappe seiner Unternehmensgeschichte. Nach der Schließung des Geschäfts im Jahr 2025 geht es nun um die Zukunft der gesamten Marke – und darum, ob das Grazer Familienunternehmen auch unter neuer Führung bestehen bleibt.
