Aufsteirern 2026: Was Besucher vor dem Wochenende wirklich wissen sollten

Zehntausende Menschen, zahlreiche Bühnen und Stände mitten in der Grazer Innenstadt: Wer am Wochenende zum Aufsteirern geht, sollte ein paar Dinge vorher wissen. Wo fährt die Bim? Braucht man ein Ticket? Kann man mit Karte zahlen? Wo gibt es WCs und Sitzplätze – und wie findet man im riesigen Programm überhaupt seine Highlights? Unser praktischer Guide für das Aufsteirern 2026.

Am Samstag, 19. September, von 12 bis 22 Uhr und am Sonntag, 20. September, von 10 bis 20 Uhr wird die Grazer Innenstadt wieder zur großen Festzone. Die offizielle Eröffnung mit Bieranstich findet am Sonntag um 10 Uhr am Hauptplatz statt.

Kein Ticket nötig: Das Aufsteirern ist kostenlos

Für das eigentliche Festival am Samstag und Sonntag braucht man weder Eintrittskarte noch Registrierung. Der Besuch des Aufsteirerns und der Bühnen ist kostenlos. Das kostenpflichtige Jubiläums-Eröffnungskonzert war eine separate Veranstaltung am Mittwoch.

Bargeld mitnehmen – darauf sollte man sich nicht erst am Stand verlassen

Ein praktischer Punkt, der schnell übersehen wird: An den Ständen wird grundsätzlich bar bezahlt. Ob einzelne Aussteller zusätzlich Kartenzahlung anbieten, kann unterschiedlich sein. Der Veranstalter empfiehlt deshalb ausdrücklich, ausreichend Bargeld mitzunehmen. Bankomaten gibt es zwar in der Innenstadt, einfacher ist es aber, bereits vorbereitet zum Festival zu kommen.

Herrengasse wird erstmals an beiden Tagen zur Festmeile

Wer das Aufsteirern aus den vergangenen Jahren kennt, muss sich 2026 etwas umstellen: Die Herrengasse gehört erstmals am Samstag und am Sonntag zum Festival. Damit wird die Verbindung zwischen Hauptplatz und Jakominiplatz noch stärker zum Teil des Geschehens. Musik, Tanz, Gastronomie und Volkskultur gibt es dort an beiden Tagen – entsprechend voll dürfte es vor allem zu den stärksten Besuchszeiten werden.

Öffis: Hauptplatz und Herrengasse sind für die Bim gesperrt

Eine normale Straßenbahnfahrt quer durch die Innenstadt ist am Aufsteirern-Wochenende nicht möglich. Wegen der Veranstaltungsflächen fahren keine Straßenbahnen über Hauptplatz und Herrengasse. Für betroffene Verbindungen gibt es Umleitungen beziehungsweise Ersatzverkehr.

Wer mit den Öffis kommt, sollte deshalb vor der Abfahrt noch einmal die tatsächliche Verbindung prüfen. Die genauen Linienänderungen und Ersatzbusse haben wir in unserem Öffi-Guide zum Aufsteirern 2026 zusammengefasst.

Mit dem Auto? Diese Parkgaragen haben Sondertarife

Wer trotzdem mit dem Auto in die Innenstadt fährt, kann teilweise von speziellen Festival-Tarifen profitieren. In der Kastner-&-Öhler-Parkgarage und der Kunsthaus-Parkgarage gilt am Samstag von 19 Uhr bis Sonntag um 8 Uhr ein Tarif von 5 Euro. Am Sonntag kostet das Parken dort von 8 bis 24 Uhr 10 Euro.

Gerade tagsüber am Samstag ist wegen der vielen Besucher und Straßensperren eine Anreise mit Bus, Bahn, Fahrrad oder zu Fuß meist unkomplizierter.

Erst Lieblingsprogramm suchen – dann losgehen

Beim Aufsteirern einfach von Bühne zu Bühne zu laufen funktioniert natürlich. Wer bestimmte Gruppen sehen möchte, sollte seinen Tag aber vorher zumindest grob planen: Mehr als 50 Acts verteilen sich auf zahlreiche Plätze und Bühnen in der Innenstadt.

Dafür gibt es heuer gleich zwei digitale Hilfen. In der neuen Aufsteirern-App findet man Programm und Lageplan. Zusätzlich können auf der Website Programmpunkte, Künstler und Aussteller mit einem Herz gespeichert und zu einem persönlichen „Mein Aufsteirern“-Plan zusammengestellt werden. Unseren Überblick zum gesamten Festival findet ihr auf der Aufsteirern-2026-Seite.

Wo sind WC, Trinkwasser und Erste Hilfe?

Auch dafür lohnt sich ein Blick auf den offiziellen Lageplan. Dort sind nicht nur Bühnen und Aussteller eingezeichnet, sondern auch WC-Anlagen, Erste-Hilfe-Stellen und Trinkbrunnen. Mobile Toiletten gibt es über das Festivalgelände verteilt, darunter auch barrierefreie WCs. Zusätzlich können öffentliche Toilettenanlagen der Stadt genutzt werden.

Eine Trinkflasche mitzunehmen kann deshalb ebenfalls praktisch sein – die vorhandenen Trinkbrunnen lassen sich über den Lageplan finden.

Gibt es irgendwo Sitzplätze?

Ja. In allen Festivalbereichen stehen laut Veranstalter Biertischgarnituren zur Verfügung. Reservieren kann man diese allerdings nicht. Zusätzlich gibt es im Lesliehof eine Bestuhlung vor der Bühne. Gerade für längere Aufenthalte oder Besucher, die nicht stundenlang stehen möchten, kann dieser Bereich interessant sein.

Mit Kindern zum Aufsteirern

Auch für Familien gibt es eigene Angebote mit Spiel, kreativen und handwerklichen Aktivitäten sowie Kinderprogramm. Gerade mit kleineren Kindern ist es sinnvoll, WC, Treffpunkt und gewünschte Programmpunkte schon vor dem Besuch festzulegen – bei großem Besucherandrang kann der Weg quer durch die Innenstadt länger dauern als gewohnt. Mehr dazu gibt es in unserem Beitrag Aufsteirern 2026 mit Kindern.

Hund mitnehmen? Erlaubt – aber gut überlegen

Hunde dürfen grundsätzlich mit zum Aufsteirern. Auf dem gesamten Festivalgelände gilt jedoch strikte Leinenpflicht. Der Veranstalter weist selbst darauf hin, dass es beim Festival sehr voll, laut und hektisch werden kann. Für viele Tiere bedeutet das Stress – ob der Hund tatsächlich mitkommen sollte, sollte deshalb unabhängig von der Erlaubnis gut überlegt werden.

Etwas verloren? Nicht gleich aufgeben

Wer Handy, Geldbörse, Schlüssel oder andere Gegenstände verliert, kann sich nach dem Festival an den Veranstalter wenden. Nicht abgeholte Fundgegenstände werden anschließend an das Fundamt Graz übergeben. Bei wertvollen Gegenständen lohnt es sich daher auch nach dem Wochenende noch nachzufragen.

Und was zieht man an?

Die aktuellen Wetterprognosen sehen für das Aufsteirern-Wochenende ausgesprochen freundlich aus: Tagsüber werden mehr als 20 Grad und nur ein geringes Regenrisiko erwartet. Für den Nachmittag dürfte damit leichte Kleidung reichen. Wer bis zum Abend bleibt, sollte trotzdem eine dünne Jacke dabeihaben.

Unsere laufend aktualisierten Prognosen für Samstag und Sonntag gibt es im großen Aufsteirern-Wettercheck.

Was wir für den Aufsteirern-Besuch einpacken würden

Bargeld, Handy, eine Trinkflasche, bei längerem Aufenthalt eine Powerbank und für den Abend eine leichte Jacke. Dazu am besten schon vorher die gewünschten Programmpunkte speichern und kurz prüfen, wie man wegen der Öffi-Umleitungen wieder nach Hause kommt.

Dann bleibt vor Ort vor allem eines übrig: durch die Innenstadt ziehen, Neues entdecken – und nicht versuchen, an einem einzigen Tag wirklich alles zu sehen.

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