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Hungro in Graz: Gute Idee, aber noch ausbaufähig

Die neue Grazer Plattform Hungro soll die Suche nach einem passenden Mittagessen erleichtern. Seit 2. November 2026 ist eine erste Version online. Die Idee ist gut, beim Ausprobieren zeigen sich aber noch Schwächen: Die Bezirksauswahl grenzt die angezeigten Lokale nicht erkennbar ein, zwischen Mittagsmenüs stehen reguläre Speisen und die KI-generierten Essensbilder machen wenig Appetit.

Mittagsmenüs in Graz

Die Darstellung, eine zentrale Übersicht über Mittagsmenüs habe bisher gefehlt, ist nicht richtig. Mit mittag.at gibt es seit Jahren eine Plattform, die auch Grazer Tagesangebote sammelt. Ein Vorgänger entstand bereits 2013. Die Menüs sind über die Website sowie über eine iPhone- und Android-App abrufbar. Hungro ergänzt damit ein bestehendes Angebot, die Grundidee ist keine Neuheit.

Hungro zeigt auch Gerichte von der regulären Speisekarte

In der Liste finden sich neben Mittagsmenüs auch reguläre Speisen: etwa die Margherita einer Pizzeria, verschiedene Toastvariationen einer Toasteria oder eine Pierogi-Variante, die ebenso auf der normalen Speisekarte steht. Wer gezielt nach wechselnden Tagesgerichten oder einem Mittagsmenü sucht, bekommt damit auch Angebote angezeigt, die ohnehin regulär erhältlich sind.

Dass Lokale auch Gerichte abseits des Mittagsmenüs präsentieren können, ist Teil des Konzepts. Hungro bewirbt diese Möglichkeit auf der eigenen Gastronomieseite ausdrücklich. Für Gäste wäre eine klare Unterscheidung zwischen Tagesmenü und regulärem Angebot hilfreich.

Benutzerkonto und Bezirksauswahl: Der Einstieg überzeugt noch nicht

Beim Start fordert die App zunächst dazu auf, ein Benutzerkonto anzulegen. Anschließend fragt sie, in welcher Stadt und in welchem Bezirk gegessen werden soll. Beim Ausprobieren hatte diese Auswahl allerdings keinen erkennbaren Einfluss auf die zuerst angezeigten Lokale: Francis und dreizehn in der Innenstadt standen weiterhin ganz vorne.

KI-generierte Essensbilder machen wenig Appetit

Für die Darstellung der Gerichte setzt Hungro auf KI-generierte Bilder. Die künstlichen Essensdarstellungen wirken wenig einladend und machen kaum Lust auf die gezeigten Speisen. Sie vermitteln außerdem keinen verlässlichen Eindruck davon, wie der Teller im jeweiligen Lokal tatsächlich aussieht.

„Mittagsstadt Graz“: Stempel sammeln in 41 Partnerlokalen

Zum Start begleitet die Aktion „Mittagsstadt Graz“ die Plattform. Auf der Projektseite sind 41 Partnerlokale angeführt. Der kostenlose Mittagspass ist in den teilnehmenden Betrieben erhältlich. Für ein Mittagessen gibt es einen Stempel; sechs Stempel aus sechs verschiedenen Lokalen ergeben einen vollständigen Pass und ein Los für die Gutscheinverlosung. Zusätzlich zur normalen Konsumation fallen für den Stempel keine Kosten an.

Vollständige Pässe können online über die Aktionsseite oder bei der Sammelstelle der Stadt Graz in der Stigergasse 2, 1. Stock, eingereicht werden. Die Abgabe vor Ort ist werktags von 8:00 bis 14:00 Uhr möglich. Einsendeschluss ist der 29. Jänner 2027, online um 23:59 Uhr und an der Sammelstelle um 14:00 Uhr.

Die Aktion bietet rund 80 Gutscheine von 25 Partnerlokalen. Die Verlosung ist für den 3. Februar 2027 vorgesehen. Veranstalterin ist die Hi Performer GmbH, die Stadt Graz unterstützt die Aktion. Teilnehmen dürfen Personen ab 18 Jahren, die die Teilnahmebedingungen erfüllen.

Hungro zum Start: Gute Idee mit Verbesserungsbedarf

Eine übersichtliche Suche nach Mittagessen ist praktisch. Hungro ist in der aktuellen Version aber noch ausbaufähig. Eine Bezirksauswahl, die sich in den Treffern widerspiegelt, eine klare Kennzeichnung regulärer Speisen und einladendere Bilder würden den Nutzen verbessern. Die Beobachtungen beziehen sich auf die erste Version Anfang November 2026; den offiziellen Launch kündigt Hungro für Februar 2027 an.

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