Heute startet Klanglicht in Graz: Eggenberg wird zur Lichtbühne

Heute startet Klanglicht in Graz: Am Freitag, 23. Oktober 2026, beginnt um 18:00 Uhr die diesjährige Ausgabe im Schloss Eggenberg. Bis 7. November 2026 treffen Licht- und Klangkunst auf Schlossräume, Fassaden und Parklandschaft. Der Auftakt bringt zugleich eine Veränderung für den Besuch mit sich: Der Zugang zum Festival erfolgt mit Ticket und gebuchtem Einlasszeitpunkt.

Wer Klanglicht mit einem abendlichen Streifzug durch die Innenstadt verbindet, muss heuer einen anderen Weg einschlagen. Die Arbeiten konzentrieren sich auf Schloss Eggenberg und den Schlosspark. Aus dem Festival an verschiedenen städtischen Schauplätzen wird eine mehrwöchige Ausstellung an einem gemeinsamen Ort. Für den heutigen Abend heißt das: Besuch planen, Einlasszeit beachten und Zeit für die Kunst im Schloss und im Freien mitbringen.

Klanglicht eröffnet heute im Schloss Eggenberg

Der erste Klanglicht-Abend dauert von 18:00 bis 22:00 Uhr. Das Eröffnungswochenende fällt damit unmittelbar vor den Nationalfeiertag am Montag, 26. Oktober 2026. Wer den Auftakt heute nicht schafft, hat im Veranstaltungszeitraum bis Anfang November weitere Gelegenheiten für einen Besuch.

Für Klanglicht ist Eggenberg ein vertrauter Schauplatz: Bereits 2021 war das Festival hier zu Gast. Heuer steht das Thema „Zeit“ im Mittelpunkt. Historische Architektur bildet dabei den Ausgangspunkt für zeitgenössische Arbeiten, die sich mit Geschichte, Erinnerung, Veränderung und unterschiedlichen Vorstellungen von Zeit beschäftigen.

Was Schloss Eggenberg beim Klanglicht-Auftakt erwartet

An der Schlossfassade verbindet Daniel Rossa in „Kadenzen“ Architektur und Bewegung. Im Innenhof stehen die „Whispering Mountains“ des australischen Studios ENESS: leuchtende Bergformen, die den Gästen kurze Gedanken zuflüstern. Dazu kommen Arbeiten in Innenräumen und im Garten. Das Programm erschließt den historischen Ort aus unterschiedlichen künstlerischen Perspektiven.

„PRISM“ bringt junge Grazer Gestaltung nach Eggenberg

Auch der künstlerische Nachwuchs ist beim heutigen Start vertreten. Unter dem Titel „PRISM“ zeigen Masterstudierende der FH JOANNEUM und der Kunstuniversität Graz sieben Projekte. Beteiligt sind Studierende aus Communication, Media, Sound und Interaction Design. Damit treffen unterschiedliche gestalterische Disziplinen innerhalb einer gemeinsamen Installation aufeinander.

Im Zentrum stehen Licht, Klang und Bewegung sowie Bezüge zu Mythologie und Astrologie. Die Wahrnehmung verändert sich mit dem Standort: Mit jedem Schritt ergeben sich andere Perspektiven. Für das Publikum wird der eigene Weg damit Teil der Arbeit. „PRISM“ lässt sich als ein Beispiel dafür lesen, wie Klanglicht neben internationalen Positionen auch Arbeiten aus der Grazer Hochschullandschaft sichtbar macht.

„Fractal Code“ verbindet Spiegel, Licht und Klang

Eine weitere Arbeit ist „Fractal Code“. XAL zeigt einen verspiegelten Kubus, dessen filigrane Durchbrüche Licht in den umgebenden Raum fallen lassen. So entstehen Muster aus Licht und Schatten, während sich die feste Begrenzung des Objekts optisch aufzulösen scheint. Die Arbeit lenkt den Blick auf das Wechselspiel zwischen einem Gegenstand und dem Raum, den sein Licht verändert.

Entwickelt wurde das fraktale Muster gemeinsam mit 13&9 Design und dem Physiker Richard Taylor von der University of Oregon beziehungsweise Fractals Research. Eine eigens entwickelte Klanggestaltung ergänzt die visuellen Strukturen. Sounddesigner Severin Su übertrug den Fractal Sound auf die räumliche Situation. Wiederholung und Variation werden dadurch sowohl sichtbar als auch hörbar.

Was für den ersten Klanglicht-Abend wichtig ist

Für einen Besuch heute ist der auf dem Ticket gebuchte Einlasszeitpunkt entscheidend. Das Festival kann nicht einfach ohne Eintrittskarte betreten werden. Tickets sind online und über das Ticketzentrum der Bühnen Graz erhältlich. Wer sich kurzfristig entscheidet, sollte vor der Anreise den gewünschten Termin und die angebotenen Einlasszeiten im Ticketshop prüfen.

Reguläre Karten kosten 19 Euro im Vorverkauf und 24 Euro an der Abendkasse. Der ermäßigte Preis beträgt 10,50 Euro beziehungsweise 15,50 Euro. Er gilt unter anderem für Jugendliche bis zum 19. Lebensjahr, Studierende, Lehrlinge, Zivildiener und Menschen mit Behinderung. Die unterschiedlichen Preise sind gerade bei einer spontanen Entscheidung am Veranstaltungstag zu beachten.

Für die Anreise bieten sich die Öffis an, denn rund um das Schloss sind öffentliche Parkplätze nur begrenzt vorhanden. Das Klanglicht-Ticket gilt am Besuchstag außerdem zwei Stunden vor und zwei Stunden nach der Veranstaltung als Fahrschein für die Stadtbusse und Straßenbahnen der Holding Graz in der Zone 101. Maßgeblich sind die Bedingungen auf der Eintrittskarte.

Rund zwei Kilometer durch Schloss und Park

Der Rundgang durch Schloss und Park ist rund zwei Kilometer lang. Er führt teilweise über Schotter und nicht asphaltierte Wege. Feste Schuhe und wetterfeste Kleidung sind deshalb sinnvoll, auch wenn ein Teil der Kunst in Innenräumen zu sehen ist. Klanglicht findet grundsätzlich bei jedem Wetter statt. Wer die Arbeiten in Ruhe erleben möchte, sollte den Abend entsprechend einplanen und die Wege zwischen den Stationen berücksichtigen.

Der reguläre Besuch des Schlosses, der Museen am Standort und des Parks tagsüber bleibt während des Festivalzeitraums weitgehend möglich. Der abendliche Festivalbesuch ist davon getrennt und benötigt das entsprechende Klanglicht-Ticket.

Die besten Fotos von Klanglicht folgen am Abend

Zum Auftakt ergänzt graz.net die Berichterstattung am Abend um eine eigene Fotostrecke: „Die besten Fotos von Klanglicht“. Sie soll die Lichtkunst im Schloss Eggenberg in Bildern zeigen und erste Eindrücke von der diesjährigen Ausgabe vermitteln.

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