Startseite » Sport in Graz » Radfahren und Mountainbiken in Graz

Radfahren und Mountainbiken in Graz

Schon seit vielen Jahren stellen Einheimische Graz ein gutes Zeugnis aus, was das Radwegenetz angeht. Die steirische Murmetropole zählt zu den Vorzeigestädten Österreichs: Immer mehr Grazer lassen das Auto stehen und legen kurze Wege auf zwei Rädern zurück.

Letzte Aktualisierung am 4.04.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Jeder Fünfte nutzt das Wegenetz regelmäßig, wobei der Wert in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat. Besonders gerne ist die junge Generation mit dem Fahrrad unterwegs und fährt damit zur Universität, in die Schule oder nutzt es als Fortbewegungsmittel in der Freizeit.

Radfahren ist außerdem ein beliebtes Hobby: Immer mehr Österreicher legen Wert auf einen gesunden Lebenswandel und verbessern bei Radtouren in um und Graz ihre Kondition. Der Sport wirkt sich positiv auf das psychische Wohlbefinden aus, stärkt das Herz-Kreislaufsystem und kurbelt den Stoffwechsel an. Gründe genug also, um die traumhaften Wege der steirischen Landeshauptstadt zu entdecken.

Radwege in Graz

Wer in der Grazer Innenstadt rasch vorankommen möchte, schwingt sich auf das Bike und nutzt einen der 13 Hauptradwege. Sie sind mit den den Kürzeln H1 bis H13 gekennzeichnet. Die erste Tour ist gleichzeitig mit 13,3 Kilometern die längste und verbindet die Hauptbrücke mit dem Kunsthaus, der Kepler- und Kalavarienbrücke und führt nach Gratwein. An heißen Tagen zieht es Biker auf dem knapp 5 Kilometer langen HR13 von Gösting vorbei an der Thal-Mühle zum Thaler See. Hier bieten Gastronomiebetriebe Erfrischungen an.

Der Murradweg R2

Von der Quelle der Mur im Nationalpark Hohe Tauern bis zur Mündung in Kroatien verläuft der Murradweg über 445 Kilometer. Auf fast 16 Kilometern fließt das Gewässer durch das Grazer Stadtgebiet.

Für eine ausgedehnte Radtour bietet sich die 43,8 Kilometer lange Etappe in Richtung Süden an. Vom Zentrum weg geht es zunächst am linken Murufer Richtung Kalsdorf, wo Interessierte einen Besuch im Johann Puch Museum einplanen. Das Unternehmen hat sich unter anderem im der Fahrradherstellung einen Namen gemacht. Kulturfans planen am Zielort Leibnitz einen Abstecher in das Schloss Seggau ein. Hier tanken sie in historischem Ambiente die Energiespeicher im Schlossrestaurant auf. Ein Geheimtipp sind die edlen Tropfen aus dem 300 Jahre alten Weinkeller. Die Rückreise nach Graz kann dann bequem mit der Bahn erfolgen. Fahrrad Mitnahme ist in vielen Zügen möglich – informieren Sie sich nur vorab bei der ÖBB, ob der geplante Zug Fahrräder transportieren kann.

In Richtung Norden gibt es auf dem Murradweg ebenfalls zahlreiche Highlights:

  • Rund 18 Kilometer sind Sportler unterwegs, bis sie das Stift Rein erreichen. Das historische Gebäude außerhalb von Gratwein ist das älteste Zisterzienserstift der Welt. Nach einem Aufenthalt in der Stiftstaverne geht es zurück nach Graz.
  • Ambitionierte fahren allerdings weiter nach Leoben, dem 90 Kilometer von Graz entfernten Etappenziel.
  • Mit der Nummer R28 ist der knapp 17 Kilometer lange Stattegger Radweg markiert. Er nimmt in Andritz am Ursprungsweg seinen Ausgang und führt zunächst zum Stukitz-Bad. Über die Gleise der Straßenbahnlinien 4 und 5 erreichen Sportler die Unterführung Grabenstraße, die in die Korösisstraße mündet. Bei der HTL Ortwein geht der Stattegger in den Murradweg über.

Mariastroster Radweg

Wegen er einfachen Streckenführung ist der 18,2 Kilometer lange Mariastroster Radweg auch für Familien geeignet. Immer der Markierung R23 folgend radeln sie vom Stadtpark weg über die Schubertstraße zum Hilmteich. Zwischen Mariagrün und Mariatrost ist die Strecke nach dem Radpionier Erich Edegger benannt. Der ehemalige Gemeinderat, Planungs- und Verkehrsreferent gab in den 1970er Jahren die Erstellung eines Radverkehrskonzepts in Auftrag. Im Rahmen des “Sachprogramms Verkehr – Fuß- und Radwegenetz” wurden in den Folgejahren 170 Radwegekilometer errichtet. In Mariatrost angekommen lohnt sich eine Rast an der beeindruckenden Wallfahrtsbasilika vor der Rückfahrt.

Mountainbiken in Graz

Abwechslungsreiche Routen finden Mountainbiker in den Naherholungsgebieten rund um die Grazer Platte. Als Ausgangspunkt bietet sich der malerische Hilmteich im Leechwald an. Rund 22 Kilometer geht es über Waldwege nach Mariatrost, wo am Hauenstein anspruchsvolles Gelände wartet. Wer noch die anstrengende Auffahrt auf den Lineckkogel bewältigt, hat einige Höhenmeter überwunden.

Enzi-Trail

Ebenfalls im Norden von Graz lässt der 19 Kilometer lange Enzi-Trail die Herzen von Mountainbikern höher schlagen. Der Hilmteich ist auch Ausgangspunkt dieser Route, die zunächst auf die Stephanienwarte führt. Ist die Auffahrt über Wurzelpassagen und kleine Sprünge geschafft, haben Sportler den höchsten Punkt der Tour auf 651 Meter erreicht. Bergab geht es nun zum Enzi, einem vom Verein Radlager und Bergfex gestalteten Trailpark mit einfachen und anspruchsvollen Hindernissen.

Westside Trail

Am Plabutsch findet man den Westside Trail. Ausgehend von der Baiernstraße hinter dem Schloss Eggenberg führt die Straße hinauf Richtung Plabutsch. Hier gibt es zwei spannende Trail Abfahrten. Den Knight-Rider, welcher durch den Wald Abwechslungsreich nach unten zum Ausgangspunkt führt. Der Short-West geht in die andere Richtung und Endet kurz vorm dem Thalersee.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert